Zwei Sterne vom DEB für EV-Nachwuchs

Verbesserung in Wertung „Powerplay 2026“ – 110.000 Euro jährlich für Nachwuchsarbeit

Weiden. Die Young Blue Devils Weiden, die Nachwuchsabteilung des 1.EV Weiden, können auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken. Die beiden hauptamtlichen Nachwuchstrainer des 1.EV Weiden Peter Hampl und Jaroslav Brabec konnten mit ihren Trainerkollegen Jan Penk, Boris Flamik und Standby-Coach Sascha Grögor auf ein gutes, leistungsstarkes Umfeld bauen. In der DEB-Wertung „Powerplay 2026“ konnte man sich von einem auf zwei Sterne hocharbeiten und bekam den dritten von fünf Sternen nur nicht, weil es (noch) nicht gelang einen Kraftraum im Stadion zu errichten.

Mit den erreichten 126 von 193 möglichen Punkten haben die Blue Devils einen „enormen Erfolg“ erzielt, freut sich EV-Vorsitzender Thomas Siller. „Im Vergleich mit allen 25 Oberligisten in Nord und Süd liegen wir auf Rang elf. Im süd-internen Vergleich auf Platz sechs – und da messen wir uns mit den Nachwuchs-Hochburgen und großen Eishockey-Traditionsstandorten wie Landshut und Rosenheim. Darauf können wir stolz sein.“

Mit einigen Modifizierungen, wie dem erwähnten Kraftraum, der vom Nachwuchs uneingeschränkt benutzt werden können muss, aber natürlich auch für die erste Mannschaft zur Verfügung stehen könnte, hätten sich die Weidener den dritten von fünf möglichen Sternen und eine noch bessere Platzierung sichern können. Für den Kraftraum wird man versuchen in Zusammenarbeit mit dem Partner Stadtwerke Weiden einen Platz im Stadion zu finden. Dann würde nach heutiger Sichtweise auch der Vergabe eines dritten Sternes an den Standort Weiden nichts mehr im Wege stehen. Die Einhaltung aller Kriterien wird vom DEB durch Nachwuchskoordinator Ernst Höfner genau kontrolliert.

„Dieser Erfolg ist möglich geworden durch konsequente und kontinuierliche Verbesserungen unseres Niveaus der gesamten Nachwuchsarbeit, verbunden mit der Investition von enormen finanziellen Zuwendungen des Vereins, die zu einem großen Teil auch aus dem Spielbetrieb der ersten Mannschaft entspringen. Diese Nachwuchsarbeit ist dem EV Weiden pro Saison etwa 110.000 Euro wert“, so Siller.

In allen Bereichen wurde in der abgelaufenen Saison hart trainiert. Im Anfängerbereich wurde ein Anfängertag und ein Integrations-Anfängertag durchgeführt, die beiden guten Zuspruch erhielten. Daraus wurde eine Anfängergruppe gebildet, die sich mit den beiden Coaches Max Zierock und Stefan Härtl zweimal die Woche zum Schlittschuhlauftraining traf. Aus dieser Laufschule wurden im Laufe der Saison auch schon einige Spieler in die U8-Bambinimannschaft integriert. Die Bambinis hatten viel Spaß im Laufe der Saison und spielten bei ihren Turnieren erfolgreich. Trainer Jan Penk legte weniger Wert auf die Ergebnisse bei den Turnieren, sondern auf eine saubere Lauftechnik der Kinder und hier wird man in den nächsten Jahren dann die Früchte ernten können.

Bei der U10 spielte man ebenfalls in Turnierform und konnte sogar eines der Turniere gewinnen. Aber auch hier stehen weniger die Ergebnisse im Vordergrund, als die konsequente Entwicklung der einzelnen Spieler durch Coach Jaroslav Brabec, der federführend für die Ausbildung der Kinder von den Anfängern bis hin zur U14 verantwortlich ist.

Die U12 konnte, ebenfalls von Jaroslav Brabec gecoacht, in zwei Mannschaften aufgeteilt werden. Ein Team spielte in der Bayernliga, der höchstmöglichen U12-Liga, die zweite Mannschaft in der Bezirksliga. Das Bayernligateam tat sich zu Beginn der Saison etwas schwer, die Ergebnisse positiv zu gestalten, was vielleicht auch daran lag, dass man zu Beginn der Saison immer mit knapp 30 Spielern auf dem Eis arbeiten musste, die einen unterschiedlichen Ausbildungsstand hatten. Als dann mehr Eiszeiten organisiert werden konnten und die Gruppen nach Leistungsstand eingeteilt wurden, konnte die U12 A dann immer erfolgreicher spielen und im Jahr 2018 blieb das Bayernligateam ohne Niederlage und schaffte souverän den Klassenerhalt.
In der Bezirksligamannschaft bekamen die Spieler, die den Sprung ins Bayernligateam noch nicht geschafft hatten, dann viel Spielpraxis und der eine oder andere kämpfte sich über das Bezirksligateam zum Ende der Saison hin in das Bayernligateam hinein. Am Ende konnte sich das Kleinschülerteam des EVW einen guten 3.Platz in der Qualifikationsrunde erkämpfen und hatte nie etwas mit dem Abstieg zu tun. Das Bezirksligateam konnte sich im Vorderfeld platzieren.

Das Knabenteam, die U14 des 1.EV Weiden hat eine rundum erfolgreiche Saison hinter sich gebracht. Mit einigen Neuzugängen und ebenfalls einem großen Kader gestartet, konnte man schon in der Hauptrunde einige Erfolge feiern. Nachdem dann die beiden besten Teams der Bayernliga Ingolstadt und Nürnberg sich in Richtung Meisterrunde verabschiedet hatten, war die Qualifikationsrunde dann sehr erfolgreich für die U14. Mit 11 Siegen in 15 Spielen konnte man sich am Ende der Runde den Rang 1 sichern. Nach einem zweiten Platz beim internationalen U14-Turnier Rumble on Ice, ging man rundum zufrieden in die Sommerpause.

Die U16 trat wieder in der sportlich sehr hochwertigen Schüler-Bundesliga an. Auch wenn man nur auf knapp 15 Spieler zurückgreifen konnte, verkaufte man sich in der Gruppe C (zweithöchste Klasse in Süddeutschland) über weite Strecken hervorragend. Mitte der Saison konnte man elf Dreier hintereinander holen und war da auf dem besten Wege sich ganz nach oben zu spielen. Leider schlugen dann Krankheiten und Verletzungen zu, die dann der zahlenmäßig etwas zu schlanke Kader nicht mehr auffangen konnte. Dennoch gelang es am Ende Rang fünf zu erreichen, immerhin vor einem Augsburger EV, einem Mannheimer ERC und einem EHC München. 20 Siege in 36 Spielen sind aller Ehren wert.

Die Jugendmannschaft, die U19, konnte ihr gestecktes Ziel – den Aufstieg in die nächstjährige Junioren – Division 3 des DEB – nicht schaffen. Am Ende mussten Coach Boris Flamik und sein Team einen bitteren dritten Platz zur Kenntnis nehmen und die Tatsache, dass man, wie schon in der letzten Saison, wieder knapp gescheitert ist. Die Konkurrenz aus Landsberg und Nürnberg war konsequenter bei den Spielen gegen den einen oder anderen schwächer eingeschätzten Gegner und so reichte es nur zu Rang drei, der eben nicht zum Aufstieg gereichte. Dennoch hat die Jugend das eine oder andere Talent, dem der Sprung in die Oberligamannschaft gelingen kann, in der nächsten Zeit. Dies muss ein großes Ziel des 1. EV Weiden sein.

Ein kleiner Ausblick auf die kommende Saison: hier werden die Jahrgänge „eingefroren“. Sprich: aus U8 wird U9, aus U10 die U11, aus 12 die U13, aus der U14 die U15, aus der U16 eine U17 und aus der U19 eine U20. Damit bleiben die Teams und die Zusammenstellung der Teams auch in der kommenden Saison so erhalten und die Spieler können in der kommenden Saison genauso wie jetzt zusammenbleiben. Auch in der kommenden Saison werden Jaro Brabec und Peter Hampl mit ihren Trainerkollegen wieder intensiv arbeiten. Beide haben einen Vertrag für die kommende Saison. Für die kommende Saison sucht der 1. EV Weiden gerade für die U20 und die U17-Mannschaft noch die eine oder andere Verstärkung. Hier können sich interessierte Spielerinnen und Spieler gerne unter 0151/23597676 bei Nachwuchsleiter Jens Maschke melden.