Weiden kassiert in Lindau die neunte Niederlage in Folge

Die Blue Devils erreichen den vorläufigen Tiefpunkt. Auch in Lindau gehen die Weidener als Verlierer vom Eis, mittlerweile zum neunten Mal in Folge. Das Saisonziel Play-off-Qualifikation gerät in höchste Gefahr. 

Lindau. Beim Eishockey-Oberligisten Blue Devils Weiden lässt sich die Krise nicht mehr wegdiskutieren. Am Sonntag kassierte die Mannschaft von Trainer Milan Mazanec, der in den sozialen Netzwerken hart kritisiert wird, beim EV Lindau mit 3:5 (0:2, 0:2, 3:1) die neunte Niederlage in Folge. Vor Beginn der Negativserie am 1. November (1:5 beim EHC Waldkraiburg) waren die Oberpfälzer Tabellendritter, jetzt liegen sie auf dem ersten Nicht-Play-off-Platz. Der Rückstand auf den Siebten ERC Sonthofen und den Achten EV Lindau beträgt jeweils drei Zähler.

Wir waren nicht schwach, aber wir machen immer individuelle Fehler.
Trainer Milan Mazanec nach der neunten Niederlage in Folge

„Wir müssen am Sonntag von Anfang an die Kleinigkeiten besser machen und vor allem weniger Gegentore kassieren“, hatte Mazanec am Freitag in der Pressekonferenz nach der 2:6-Heimpleite gegen Rosenheim gesagt. Es sollte ein Wunsch bleiben: Schon nach knapp vier Minuten lag seine Mannschaft zurück, nach dem zweiten Drittel führte Lindau mit 4:0. „Wir waren nicht schwach, aber wir machen immer individuelle Fehler“, sagte der Tscheche nach dem Match. Außerdem habe wieder einmal das nötige Glück gefehlt.

Die Blue Devils traten in Lindau bis auf Lukas Zellner (Spiel mit der Jugend) komplett an. Mazanec setzte diesmal auf drei Sturmreihen, zwischen den Pfosten stand Johannes Wiedemann. Allerdings nur bis zum 0:4 in der 32. Minute, dann kam Josef Lala. „Den Torhüter trifft aber keine Schuld“, sagte der Devils-Coach.

Im ersten Drittel (Schussverhältnis 13:12 für Lindau) gerieten die Blue Devils durch Tore von Philipp Gejerhos (4. Minute) und Florian Lüsch (9.) schnell mit 0:2 in Rückstand. Auch im zweiten Abschnitt (Schussverhältnis 11:8 für die Gastgeber) hatten die Weidener ihre Möglichkeiten, brachten aber die Scheibe nicht an Keeper David Zabolotny vorbei. Auf der Gegenseite erhöhten Miroslav Jenka (23.) und Simon Klingler (32.) auf 4:0. „An der Kondition liegt es nicht“, sagte Mazanec und sieht seine Aussage dadurch bestätigt, dass sein Team im letzten Drittel (Schussverhältnis 21:6 für Weiden) noch einmal richtig Gas gab. Nach dem 1:4 durch Martin Heinisch (45./Überzahl) dauerte es aber bis kurz vor Schluss, bis die weiteren Treffer fielen. Vitali Stähle (59.) und erneut Heinisch (60.) verkürzten auf 3:4. Eine Sekunde vor dem Ende markierte Jeffrey Smith per „empty-net-goal“ das 5:3.

„Ich werde die Linien umstellen“, kündigte Mazanec an. Am Freitag (Beginn 20 Uhr) kommt Schlusslicht TEV Miesbach nach Weiden, am Sonntag um 18 Uhr steigt das Oberpfalzderby in Regensburg.

EV Lindau: Zabolotny – Haug, Kirsch, Wenter, Quaile, Koberger, Fuchs, Gejerhos – Paul, Klingler, Wucher, Smith, Jenka, Farny, Jäger, Lüsch, Laux, Miller, Mlynek

Blue Devils Weiden: Wiedemann (ab 32. Lala) – Herbst, Noe, Schusser, Hendrikson, Willaschek, Heider, Schreyer – Pauker, Abercrombie, Stähle, Waldowsky, Straka, Heinisch, Siller, Kirchberger, Pronath, Rypar

Tore: 1:0 (4.) Gejerhos (Mlynek, Smith), 2:0 (9.) Lüsch (Klingler, Laux), 3:0 (23.) Jenka (Paul, Wenter), 4:0 (32.) Klingler (Lüsch, Quaile), 4:1 (45.) Heinisch (Waldowsky, Schusser), 4:2 (59.) Stähle (Abercrombie, Noe), 4:3 (60.) Heinisch (Waldowsky, Hendrikson), 5:3 (60.) Smith (Farny, Mlynek)

Schiedsrichter: Haupt – Zuschauer: 680 – Strafminuten: Lindau 2, Weiden 6

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag vom 04.12.17.