Verdienter Punktgewinn gegen den EC Peiting

Ohne zwei wichtige Stammkräfte haben sich die Blue Devils einen Punkt gegen den EC Peiting erkämpft. Die Entscheidung fiel im Penaltyschießen. 

Die Blue Devils steckten am Sonntag die Ausfälle von Kapitän Daniel Willaschek und Torjäger Martin Heinisch weg und holten sich gegen den EC Peiting einen mehr als verdienten Punkt. „Der Zusammenhalt ist sehr gut, die Mannschaft hat super gekämpft“, sagte Devils-Trainer Milan Mazanec nach der 3:4 (0:0, 1:1, 2:2, 0:0, 0:1)-Niederlage nach Penaltyschießen gegen den EC Peiting. „Penaltyschießen ist wie eine Lotterie“, ergänzte der Tscheche. Sein Kollege Sebastian Buchwieser sprach von einem „guten Auswärtsspiel seiner Mannschaft und einem gerechten 3:3 nach 60 Minuten“.

Ohne Willaschek und Heinisch

„Ich hatte heute Probleme bei der Aufstellung, das hat sich auf alle Reihen ausgewirkt“, sagte Mazanec angesichts der Ausfälle von Willaschek und Heinisch, die beide am Freitag in Landshut Verletzungen erlitten hatten. Verteidiger Willaschek hat nach einem Check gegen die Bande eine Prellung im Nacken- und Schulterbereich, Stürmer Heinisch klagt nach einem Schlag gegen den Kopf über Kopfschmerzen. Genaue Diagnosen werden Untersuchungen Anfang der Woche bringen.

Das erste Drittel verlief ausgeglichen. Beide Teams legten den Fokus auf die Defensive, so dass nur wenig Torchancen zu verzeichnen waren. Im zweiten Abschnitt hatte Marco Pronath (25.) die Riesenchance zur Führung, das erste Tor fiel aber auf der anderen Seite. Im direkten Gegenzug konnte sich Petr Heider nur noch mit einem Foul helfen, Florian Stauder verwandelte den Penalty. Jetzt wurde es kritisch für die Devils, denn kurz nacheinander marschierten zwei Mann in die Kühlbox. Gut eineinhalb Minuten hielten die Weidener den Angriffen in doppelter Unterzahl stand. „In Unterzahl waren wir heute sehr gut“, freute sich Mazanec, während Buchwieser das Powerplay als „miserabel“ bezeichnete. Auf der Gegenseite schloss Vitali Stähle eine schöne Überzahl-Kombination zum Ausgleich ab (36.).

Im letzten Drittel gingen die Blue Devils durch Barry Noe (46.) und Josef Straka (53.) zwei Mal in Führung, doch Peiting glich durch Simon Maier (46.) und Ty Morris (56.) jeweils aus. In der Schlussphase und in der Verlängerung hatten beide Teams mehrfach die Entscheidung auf dem Schläger, doch die starken Torhüter Florian Hechenrieder (Peiting) und Johannes Wiedemann (Weiden) ließen keinen Treffer mehr zu.

Auch im Penaltyschießen hatten die Keeper mit einer Ausnahme das bessere Ende für sich. Hechenrieder parierte gegen Matt Abercrombie, Josef Straka und Marcel Waldowsky. Wiedemann hielt die Penaltys von Fabian Dietz und Florian Stauder. Machtlos war der Weidener Goalie allerdings gegen den Deutsch-Kanadier Ty Morris.

Freitag gegen Deggendorf

„Mit dieser Einstellung habe ich keine Angst vor dem nächsten Wochenende. Wir werden wieder unsere Punkte holen und in der Tabelle nach oben steigen“, blickte Mazanec auf die bevorstehenden harten Prüfungen voraus. Am Freitag um 20 Uhr gastiert der Tabellenzweite Deggendorfer SC in der Hans-Schröpf-Arena, am Sonntag (18 Uhr) folgt das Derby bei den auf Rang drei liegenden Selber Wölfen.

Blue Devils Weiden: Wiedemann – Herbst, Noe, Schreyer, Hendrikson, Schusser, Heider – Pauker, Abercrombie, Stähle, Waldowsky, Straka, Siller, Zellner, Pronath, Rypar, Kirchberger

EC Peiting: Hechenrieder – Rohrbach, Winkler, Miller, Saal, Bartsch, Krabbat – Morris, Heger, Kostourek, Andrä, Maier, Weyrich, Dietz, Wagner, Lautenbacher, Gohlke, Stauder

Tore: 0:1 (25.) Stauder (Penalty), 1:1 (36.) Stähle (Herbst, Abercrombie), 2:1 (46.) Noe (Abercrombie), 2:2 (46.) Maier (Krabbat, Gohlke), 3:2 (53.) Straka (Schreyer, Siller), 3:3 (56.) Morris (Stauder, Kostourek), 3:4 (65.) Morris (Penalty) – Penaltyschießen: Dietz, Abercrombie, Stauder, Straka, Morris 0:1, Waldowsky

SR: Steinecke – Zuschauer: 951 – Strafminuten: Weiden 12, Peiting 10

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag vom 20.11.17.

Foto: Tobias Neubert Photography.