Thomas Siller: “Ein enormer organisatorischer Aufwand”

Novum in der Geschichte des 1. EV Weiden: Erstmals gibt es Play-off-Spiele gegen ein Team aus dem Ausland. Auf Spieler und Fans warten stressige Tage, auf den Verein hohe Kosten.

In der ersten Play-off-Runde treffen die Blue Devils als Achter der Oberliga Süd auf Nord-Meister Tilburg Trappers aus den Niederlanden. Start der “Best-of-5”- Serie ist am Freitag in Holland.

“Das ist ein enormer organisatorischer Aufwand”, beschreibt Thomas Siller die Planungen für die vorerst zwei Auswärtsspiele am Freitag und am kommenden Dienstag. Sollten es die Blue Devils schaffen, den Favoriten zu ärgern und die Serie bis zum Schluss offenzuhalten, kommt noch ein weiterer Trip zum entscheidenden fünften Match am Sonntag, 18. März, dazu.

Anreise einen Tag vorher

Die Mannschaft tritt jeweils bereits am Tag vor dem Spiel – also am Donnerstag und Montag – die 698 Kilometer lange Reise nach Tilburg an. Abfahrt in Weiden ist um 14 Uhr, die Ankunft in Tilburg nach etwa zehn Stunden Busfahrt gegen Mitternacht. “Das Hotel ist gebucht und der Ablauf am Spieltag durchgeplant”, berichtet Siller: vormittags Training im Eisstadion (die Ausrüstung bleibt in der Halle), Mittagessen, Rückfahrt zum Hotel, Nachmittagsruhe, um 17 Uhr Abfahrt zum Stadion, Spielbeginn um 20 Uhr. Nach dem Match essen die Spieler im Stadion und treten anschließend die Rückfahrt an. Ankunft in Weiden ist gegen 9 Uhr früh.

“Wenn wir nur Profis hätten, wären die Planungen kein so großes Problem”, sagt Siller, “doch bei uns arbeiten fast die Hälfte der Spieler, etwa 40 Prozent.” Diese Akteure müssen für das “Hobby” Eishockey sogar ihren Urlaub opfern: Donnerstag und Montag jeweils einen halben Tag, Freitag, Dienstag und wohl auch Mittwoch jeweils einen ganzen Tag. Für zwei Akteure (Michael Kirchberger, Marco Pronath), die nicht früher freibekommen, macht der Vorsitzende selbst eine “Sonderfahrt” mit dem Pkw. (Abfahrt 17 Uhr).

Kosten jeweils 4000 Euro

In dieser Play-off-Serie spielt auch der finanzielle Aufwand eine gewichtige Rolle. “Fahrt, Hotel und Verpflegung für 26 Leute, inklusive Busfahrer, kosten jeweils rund 4000 Euro”, rechnet Siller vor. Dabei sei die Übernachtung mit 54 Euro (Einzelzimmer) und 68 (Doppelzimmer) “relativ günstig”. Der Vorsitzende hofft natürlich am Sonntag um 18.30 Uhr zu Hause (TICKETS HIER) auf “möglichst viele Zuschauer” und im Optimalfall auf einen Sieg, der ein weiteres Heimspiel am Freitag, 16. März, garantieren würde: “Vielleicht können wir mit den Einnahmen die Kosten decken.”

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag, vom 08.03.18.