Play-offs: Blue Devils treffen auf Selb

Trainer Markus Berwanger durfte sich über eine starke Mannschaftsleistung gegen Selb freuen, einer bekam allerdings ein Sonderlob: Goalie Philip Lehr. Bild: Tobias Neubert PhotographyIn der ersten süd-internen Play-off-Runde kommt es zum ewig jungen Derby zwischen den Blue Devils Weiden und den Selber Wölfen. Das erste Match der „Best-of-five“-Serie steigt am Freitag, 10. März, in Oberfranken. Die Meisterrunde beendeten am Sonntag beide Teams mit einer Niederlage. 

Sonthofen. Die Blue Devils haben die Meisterrunde der Oberliga Süd als Tabellensiebter abgeschlossen und treffen damit in den Play-offs auf den Zweiten VER Selb. Die Ausgangsposition der Weidener war vor dem letzten Meisterrunden-Spiel am Sonntag beim ERC Sonthofen klar. Ein Sieg musste her, um noch an den Allgäuern vorbei auf Rang sechs zu klettern. Doch daraus wurde es nichts, die Oberpfälzer verloren mit 3:6 (1:2, 2:1, 0:3).

Hajek: Leichte Entwarnung

Markus Berwanger hat das Match in Sonthofen abgehakt und konzentriert sich nun auf die schwere Aufgabe gegen den Lokalrivalen. „In dieser Woche gibt es für mich unvorstellbar viel tun. Aber wir sollten nicht alles schlecht reden“, erklärte der Trainer der Blue Devils. Schlecht war allerdings am Sonntag – wie häufig in den letzten Wochen – wieder einmal das Powerplay. Aus fünf Überzahlspielen konnten die Weidener kein Kapital schlagen. „Da sind wir momentan zu pomadig“, sagte Berwanger, der auf die Rückkehr der routinierten Verteidiger Ralf Herbst (Muskelverspannung im Nacken) und David Hajek hofft, die in Sonthofen schmerzlich vermisst wurden. Bei Hajek, der am Freitag gegen Landshut bei einem Schlagschuss von Daniel Sevo den Puck ins Gesicht bekam, gibt es leichte Entwarnung. Die Diagnose lautet starke Jochbeinprellung, nachdem zunächst ein Jochbein- oder Kieferbruch befürchtet worden war.

In Sonthofen erwischten die Blue Devils den besseren Start und gingen durch Marko Babic (9. Minute) in Führung. Martin Guth (17.) und Charly Taft (20.) wendeten jedoch bis zur ersten Pause das Blatt. Sofort nach Wiederbeginn schossen Patrick Schmid (22.) und Philipp Siller (22.) die Weidener innerhalb von 25 Sekunden wieder in Front. Die Freude währte aber nicht lange, Chris Stanley glich zum 3:3 aus (24.). Die Partie blieb bis ins Schlussdrittel hinein ausgeglichen und spannend. Erst nach dem 4:3 durch das Überzahltor von Stanley (46.) schwammen den Gästen die Felle davon. „Da wollten wir zu viel und wurden ausgekontert“, sagte Berwanger zu den weiteren Sonthofener Toren durch George Kink (55.) und Fabian Voit (57.).

Vor den Play-offs strotzen weder Selb (am Sonntag 3:5 gegen Regensburg) noch Weiden vor Selbstvertrauen. Die Blue Devils gewannen in der Meisterrunde nur 5 von 14 Spielen und verbuchten mit 13 Punkten die schlechteste Ausbeute. Doch auch die Wölfe, die in der Vorrunde die Liga dominierten, holten nur 6 Siege (18 Zähler). Das beste der acht Teams der Meisterrunde ist übrigens nicht Meister EC Bad Tölz (9 Siege/30 Punkte), sondern der Tabellendritte EV Regensburg (11/31). Auf die Domstädter wären die Blue Devils getroffen, wenn sie die Meisterrunde als Sechster abgeschlossen hätten.

Erstes Match am Freitag

Das erste Match der „Best-of-five“- Serie wird am Freitag, 10. März, um 20 Uhr in Selb ausgetragen. Spiel zwei folgt am Sonntag, 12. März, Beginn 18.30 Uhr, in der Weidener Hans-Schröpf-Arena. Zum dritten Mal treffen sich beide Teams am Dienstag, 14. März, wieder in Selb. Sollte dann noch keine Entscheidung gefallen sein, sind Freitag, 17. März (in Weiden), und Sonntag, 19. März (in Selb), die weiteren Termine.

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag vom 06.03.2017.

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