Pflichtdreier für die Blue Devils: 5:0 gegen Waldkraiburg

Die Blue Devils gehen mit fünf Punkten Vorsprung vor dem EV Lindau in die entscheidenden Spiele um den achten Platz. Gegen Waldkraiburg gelingt den Weidenern ein glanzloser Pflichtsieg. Goalie Johannes Wiedemann feiert den zweiten „Shut-out“ in dieser Saison.

Nach dem bitteren Punktverlust am Freitag bei Schlusslicht Miesbach haben die Blue Devils am Sonntag den dringend nötigen Pflichtdreier eingefahren. In einer schwachen Oberliga-Partie besiegten die Weidener den Vorletzten EHC Waldkraiburg mit 5:0 (2:0, 2:0, 1:0). Vor dem Hauptrundenabschluss am kommenden Wochenende liegen die Oberpfälzer mit 41 Punkten auf Rang acht, fünf Zähler vor dem EV Lindau (9./36), der dem EV Regensburg (7./46) zu Hause mit 1:3 unterlag.

Zwei Punkte fehlen noch

Nach dem Ende der Hauptrunde zählt in dieser Saison nicht der direkte Vergleich, sondern das Torverhältnis. Sollten also die Lindauer am Freitag in Miesbach und am Sonntag daheim gegen Memmingen sechs Zähler holen, brauchen die Blue Devils noch zwei Punkte, um sich für die Play-offs zu qualifizieren. In der Tordifferenz liegen die Weidener mit minus 14 nur knapp vor dem Team vom Bodensee (-17).

Während Lindau auf zwei Kellerkinder trifft, bekommen es die Blue mit zwei Spitzenteams zu tun – am Freitag beim Deggendorfer SC und am Sonntag in der Hans-Schröpf-Arena gegen den Lokalrivalen Selber Wölfe. „Es wird schwer, aber wenn wir defensiv konzentriert arbeiten und hundertprozentigen Mannschaftsgeist zeigen, können wir es schaffen“, sagte Devils-Coach Milan Mazanec nach dem hochverdienten Sieg gegen Waldkraiburg.

In der zerfahrenen Partie stellten die Weidener frühzeitig die Weichen auf Sieg. Kurz nach Ablauf einer Strafzeit gegen die Gäste erzielte Vitali Stähle das 1:0 (6. Minute). Die Blue Devils setzten nach und erneut Stähle markierte den zweiten Treffer (13.), als eine Strafe gegen Waldkraiburg angezeigt war. „Zu Beginn waren wir besser und da wäre mehr möglich gewesen als das 2:0“, meinte Mazanec. In der Folgezeit ließen die Einheimischen den EHC besser ins Spiel kommen, vor allem bei drei Überzahlsituationen hatten die Gäste einige Möglichkeiten. „Wir sind zu wenig gelaufen und haben uns gegen den bissigen Gegner das Leben selbst schwer gemacht“, gab es Kritik vom Trainer.

Als die Blau-Weißen zum dritten Mal in Unterzahl waren, fiel das 3:0 (32.). Barry Noe schnappte sich die Scheibe, lief alleine auf Gästegoalie Fabian Birk zu und vollstreckte. Im Powerplay legte Martin Heinisch kurz vor Ende des zweiten Drittels das 4:0 nach (40.).

„Hammer“ von Straka

Im letzten Abschnitt kontrollierten die Weidener das Geschehen und spielten mit konzentrierter und konsequenter Abwehrarbeit auch für ihren Torwart Johannes Wiedemann, der nach dem 4:0 gegen Lindau kurz vor Weihnachten zum zweiten Mal in dieser Saison ohne Gegentor blieb. Auf der Gegenseite gab es nach einem „Hammer“ von Josef Straka noch einmal Grund zum Jubeln: In Unterzahl lief der Tscheche auf der rechten Seite ins gegnerische Drittel, zog kurz hinter der blauen Linie ab und die Scheibe schlug zum 5:0 im Winkel ein (50.).

Blue Devils Weiden: Wiedemann – Herbst, Noe, Schusser, Willaschek, Hendrikson, Schreyer – Heinisch, Straka, Stähle, Siller, Abercrombie, Waldowsky, Pauker, Kirchberger, Pronath, Zellner
EHC Waldkraiburg: Birk – Ettwein, Thalhammer, Seifert, A. Kanzelsberger, F. Kanzelsberger, Rott, Schmidt – Wagner, Rousek, Vogl, Guft-Sokolov, Norris, Hämmerle, Zimmermann, Kaltenhauser, Hradek, Trox

Tore: 1:0 (6.) Stähle (Herbst, Straka), 2:0 (13.) Stähle (Herbst, Straka), 3:0 (32.) Noe, 4:0 (40.) Heinisch (Stähle, Herbst), 5:0 (50.) Straka (Noe, Herbst) – Schiedsrichter: Ruhnau – Zuschauer: 956 – Strafminuten: Weiden 12, Waldkraiburg 6

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag vom 08.01.2018.