Personelle Neuausrichtung für die kommende Oberliga-Saison

Erste Personalentscheidungen bei Blue Devils gefallen: Trainer Berwanger und fünf Spieler verlassen Weiden

Weiden. Die Situation ist in jedem Jahr gleich: Unmittelbar nach dem letzten Saisonspiel beginnt die neue Spielzeit. Auch bei den Blue Devils Weiden dreht sich bereits wenige Tage nach dem Play-off-Aus gegen die Selber Wölfe das „Personalkarussell“ für die Saison 2017/2018: Die Zusammenarbeit mit Trainer Markus Berwanger wird im beiderseitigen Einvernehmen über das vereinbarte Vertragsende hinaus nicht verlängert. Mit Ales Jirik, Marko Babic, David Hajek, Marius Nägele und Daniel Huber werden außerdem fünf Spieler den Verein verlassen. EV-Vorsitzender Thomas Siller bekräftigt: „Wir sind optimistisch, dass wir wieder in der Oberliga an den Start gehen werden.“ Die Kooperation mit den Nürnberg Ice Tigers und den Bayreuth Tigers soll fortgesetzt werden.

„Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, berichtet Siller über den einvernehmlichen Entschluss, ohne Markus Berwanger, der seit 2015 bei den Weidener als Trainer an der Bande stand, in die neue Saison zu gehen. „Nach zwei Jahren, in denen jeweils das ausgegebene Saisonziel erreicht wurde, wollen wir nun aber die sportliche Verantwortung auf der Trainerbank in andere Hände geben“, so Siller. „Wir danken Markus für seine Arbeit und wünschen ihm alles Gute für die weitere Laufbahn.“

 

Die personelle Neuausrichtung wird sich nicht nur hinter der Bande, sondern auch auf dem Eis bemerkbar machen. „Ales Jirik, Marko Babic und Marius Nägele haben uns mitgeteilt, dass sie sich anderen Vereinen anschließen werden“, sagt Teammanager Christian Meiler. „Das bedauern wir natürlich sehr, wir hätten gerne mit allen dreien weitergearbeitet.“ Besonders um Marko Babic habe man sich schon sehr frühzeitig bemüht. „Seit Weihnachten haben wir versucht, ihn weiterhin unter Vertrag zu nehmen. Doch private Gründe haben am Ende den Ausschlag gegeben. Wir wünschen ihm viel Erfolg.“ Auch dass Kapitän Ales Jirik das Angebot des Vereins abgelehnt hat, sei äußerst bedauerlich. „Wir haben bei den Verhandlungen alles versucht. Leider kamen wir zu keiner Einigung“, so Meiler. Bei Verteidiger Nägele, der bei den Weidenern eigentlich noch einen gültigen Vertrag für die kommende Saison gehabt hätte, greift eine Ausstiegsklausel für einen Wechsel in die DEL 2. „Auch wenn es für uns schade ist, drücken wir Marius die Daumen für seinen weiteren Weg“, zeigt der Teammanager Verständnis für den bevorstehenden Wechsel.

Auch Goalie Daniel Huber sowie Verteidiger David Hajek werden in der kommenden Saison nicht mehr zum Kader gehören. „Daniel Huber wird sich zukünftig in erster Linie seiner beruflichen Laufbahn widmen, wofür wir ihm von Herzen viel Glück und Erfolg wünschen“, so Siller. Hajek erhalte kein neues Vertragsangebot vom Verein. „Wir haben für die zweite Kontingentspielerposition nächste Saison andere Pläne. Wir danken ihm für seinen stets professionellen und tadellosen Einsatz und wünschen alles Gute für die Zukunft.“

Zum Kader der Blue Devils der Saison 2017/2018 zählen somit bis dato Matt Abercrombie, Ralf Herbst, Patrick Schmid und Marcel Waldowsky. Die weitere Kaderplanung müsse jedoch „mit Augenmaß“ vorangetrieben werden, bis weitere Gespräche mit aktuellen und potenziellen neuen Sponsoren geführt sind. „Erst dann wissen wir endgültig, welcher Etat uns für die neue Saison zur Verfügung steht“, erklärt Vorsitzender Siller. „Es gab bereits hoffnungsvolle Signale von neuen und auch bestehenden Sponsoren. Wir werden noch viele weitere Gespräche führen. Stand heute gehen wir davon aus, dass wir in der nächsten Saison wieder gutes Oberliga-Eishockey in Weiden zu sehen bekommen. Wir sind bestrebt, eine Mannschaft zusammenzustellen, die mindestens genauso stark ist wie letzte Saison. Aber das hängt von den finanziellen Möglichkeiten ab.“

Die Kooperationen der Blue Devils mit den Nürnberg Ice Tigers und den Bayreuth Tigers sollen im Rahmen des so genannten „Nordbayerndreiecks“ fortgesetzt werden, nach Möglichkeit sogar intensiver als in der abgelaufenen Spielzeit, die eine Art Versuchsphase war, aber sich als durchaus erfolgreich und fruchtbar gezeigt hat. Siller: „Es gibt schon recht vielversprechende Ideen seitens der Verantwortlichen der drei Vereine.“