Neuer Gegner für die Blue Devils: Waldkraiburg wartet – Interview mit Josef Straka

Von Sebastian Kastner.

Arbeitssieg gegen Lindau bringt Platz 3 –Josef Straka im Interview

Die Blue Devils haben sich mit einem Arbeitssieg gegen den EV Lindau drei wichtige Punkte gesichert und sich auf Rang drei in der Oberliga Süd vorgeschoben. Nach der 2:5-Niederlage am Freitag in Deggendorf zeigten die Blue Devils willensstark und konnten die Mannschaft des Ex-Weideners Dustin Whitecotton mit 4:2 in Schach halten. Bereits am Mittwoch geht es weiter: An Allerheiligen geht es für die Devils nach Waldkraiburg, bevor am kommenden Wochenende zwei schwere Aufgaben warten.

Nach gutem Start und einer schnellen 2:0-Führung durch Vitali Stähle im Powerplay und einen verwandelten Penalty von Josef Straka mussten sich die Blue Devils am Freitagabend verdient dem Deggendorfer SC geschlagen geben. Der Tabellenzweite zeigte durch seine mannschaftliche Geschlossenheit, warum die Niederbayern aktuell der ärgste Verfolger der Starbulls Rosenheim sind.

Das Heimspiel gegen den EV Lindau sollte dann am Sonntag eine gute Möglichkeit darstellen, dreifach zu punkten. Auch hier gelang der Start und Martin Heinisch sorgte mit seinem 15. Saisontor für die Führung. Lindau blieb jedoch dran und glich durch Sascha Paul aus. Und auch die erneute Führung der Devils durch Matt Abercrombie glichen die Schwaben in Person von Simon Klingler aus. Vitali Stähle erzielte im Powerplay nach 32 Minute das 3:2, das Matt Abercrombie in der 59. Minute mit einem empty-net-Tor veredelte.

Durch den Erfolg schoben sich die Blue Devils auf Platz drei in der Tabelle. Mit 19 Punkten hat man aber nur einen Punkt Vorsprung auf die Selber Wölfe, die Platz sieben belegen. Ein Sieg am Mittwoch in Waldkraiburg wäre damit goldwert, um die gute Ausgangsposition vor den schweren Aufgaben gegen Regensburg und Peiting am Wochenende zu behaupten.

Josef Straka belegt mit 24 Scorer-Punkten (6 Tore, 18 Assists) nach diesem Wochenende Platz drei der besten Punktesammler der Oberliga Süd und stand uns Rede und Antwort:

Hallo Josef! Neue Stadt, neue Mannschaft. Wie helfen dir deine Teamkameraden dich in Weiden zurecht zu finden?

Straka: Wir haben einen guten Team-Spirit. Alle im Team sind freundlich und hilfsbereit. Für mich sind natürlich besonders meine tschechischen Teamkollegen hilfreich.

Du hast in vielen verschiedenen Ligen gespielt. Wie fällt deine Einschätzung nach den ersten Spielen in der dritten deutschen Liga über Niveau und Spielstärke aus?

Straka: Die Oberliga hat in etwa das gleiche Niveau wie die Alps Hockey League, in der ich letztes Jahr gespielt habe. Vor allem läuferisch ist die Oberliga sehr stark.

Mit sechs Toren und 18 Assists liegst du auf Platz 3 der Scorings-Liste. Hast du dir für dich einen so guten Saisonstart erwartet?

Straka: Dass es so gut läuft, konnte ich nicht erwarten. Aber ich bin sehr glücklich, dass ich mit meinen Scorer-Punkten dem Team helfen kann zu gewinnen.

Dein Sturmpartner Martin Heinisch hat schon 15 Tore geschossen. Marcel Waldowsky steht ebenfalls unter den Top-15 der Scorer. Warum funktioniert das so gut zwischen euch?

Straka: Natürlich in erster Linie weil Daniel Willaschek mit in unserer Reihe spielt. 🙂 Meine “Reihenkollegen” sind richtig gute Eishockeyspieler und wir versuchen einfach nur die Scheibe zu Martin Heinisch zu passen, der trifft ja dann immer das Tor. 🙂

Weiden hat leidenschaftliche Fans. Wie erlebst du die Atmosphäre im Stadion?

Straka: Die Stimmung ist wirklich toll. Wir freuen uns natürlich, wenn viele Leute da sind und uns unterstützen.

Frage:  Zehn Tage – fünf Spiele. Hält der erfolgreiche Lauf an?

Straka: Es wird nicht leicht, aber wir tun alles, um so erfolgreich wie möglich weiterzuspielen.

 

Der Gegner an Allerheiligen

Der EHC Waldkraiburg sucht in der laufenden Saison noch nach seiner Form. Mit sechs Zählern steht die Mannschaft von Trainer Sergej Hatkevitch auf dem vorletzten Platz. Beide Siege gelangen ausgerechnet gegen den Tabellenletzten aus Miesbach. In den restlichen Spielen hielt der EHC zwar meist gut mit, kassierte jedoch teilweise herbe Pleiten gegen die Gegner aus der 1,5-fach-Runde. Mit den Blue Devils kommt nun der erste Gegner außerhalb dieser Gruppe nach Waldkraiburg. Mit den beiden jungen Kanadiern Ken Neil und Brent Norris setzten die Verantwortlichen des EHC auf zwei unbekannte Gesichter. Ken Neil musste zuletzt verletzt aussetzen und wurde durch Tomas Vrba ersetzt, der als Jugendtrainer des EHC tätig ist, aber noch für die Waldkraiburger spielberechtigt ist. Insgesamt kämpft der EHC mit Verletzungssorgen, denn auch Max Kaltenhauser und Lukas Wagner standen auch am Sonntag nicht im Kader.
Unterschätzen sollten die Blue Devils den letztjährigen Aufsteiger auf jeden Fall dennoch nicht.

Die Devils auswärts unterstützen

Die Devils treten am Mittwoch um 17:15 Uhr in Waldkraiburg an. Gespielt wird in der Raiffeisen-Arena Stadionstraße 8). Der Fanclub Penalty bietet dazu einen Bus an. Abfahrt ist um 12:45 Uhr am Eisstadion. Anmeldungen sind unter 0151/65555090 oder Facebook möglich. Der EV Weiden wünscht allen Fans eine gute An- und Heimreise.