Nach Play-off-Aus: Angebot für Trainer Ken Latta

Die Blue Devils sind seit Dienstagabend in der Sommerpause. Nach dem schnellen Play-off-Aus ist die Stimmung natürlich im Keller, viel Zeit zum Ärgern bleibt angesichts der schwierigen Zukunftsplanungen aber nicht. Die größte Herausforderung ist die Gründung einer Spielbetriebs-GmbH. 

Zwei Mal 2:5 in den Niederlanden und 1:6 zu Hause – für die Blue Devils war im Play-off-Achtelfinale gegen Nord-Meister Tilburg Trappers nach nur drei Spielen Endstation. “Wenn du als Achter in die Play-offs gehst, hast du im Normalfall keine tolle Saison gespielt. Dann ist einiges schiefgelaufen, doch das ist Sport, Erfolg ist nicht planbar”, erklärte Thomas Siller am Mittwoch. Besonders ärgerlich an der Tilburg-Geschichte ist für den Vorsitzenden des 1. EV Weiden, dass “wir nicht den Hauch einer Chance hatten, nicht einmal auf ein weiteres Heimspiel”.

Auch Trainer Ken Latta war die Enttäuschung über das Ausscheiden am Mittwoch noch anzumerken. Das Fazit des Kanadiers, der am 18. Januar, vor Beginn der Meisterrunde, den Tschechen Milan Mazanec abgelöst hatte, fällt aber nicht negativ aus: “Die Mannschaft hat immer Charakter gezeigt und nie aufgeben. Wir haben in der Meisterrunde gegen die sieben stärksten Gegner gespielt. Was wir geleistet haben, ist gar nicht so schlecht.” Besonders gefreut hat sich Latta darüber, dass die Spieler die Entscheidung des Vorstands akzeptiert und ihn vom ersten Training an positiv angenommen hätten.

Große Herausforderung

Jetzt steht Siller, der im Sommer ebenso wie sein Stellvertreter Tobias Hacker nicht mehr kandidiert, vor der schweren Aufgabe, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Neben der sportlichen Seite – Verträge mit Trainer und Spielern – ist die angestrebte Gründung einer Spielbetriebs-GmbH eine große Herausforderung. “Es gibt Personen, die gesprächsbereit sind. Ob es am Ende von der Zahl her ausreicht, um das nötige Kapital sicherzustellen, lässt sich momentan nicht sagen”, erklärte Siller, der seit Wochen mit seinen Mitstreitern mit Nachdruck am Erhalt des Oberliga-Standorts arbeitet.

Ein Stück weiter sind die Planungen mit der Mannschaft, da einige Spieler noch Verträge haben: Johannes Wiedemann, Barry Noe, Daniel Willaschek, Mirko Schreyer, Martin Heinisch und Marcel Waldowsky. Bei einheimischen Akteuren wie Philipp Siller, Lukas Zellner, Michael Kirchberger, Marco Pronath oder Florian Lehner könne man von einem Verbleib ausgehen. An einer Weiterverpflichtung von Matt Abercrombie bestehe Interesse, der Kanadier habe sich aber aus “persönlichen Gründen” Bedenkzeit erbeten.

“Eine schnellstmögliche Lösung” strebt Siller in der Trainerfrage an. Es sei nicht die einzige Option, doch der Vorsitzende räumt einer Vertragsverlängerung mit Ken Latta gute Chancen ein. “Wir werden mit ihm reden, er bekommt ein Angebot”, erklärte Siller. Der Kanadier selbst bekundete am Mittwoch “Interesse, seine Arbeit fortzusetzen” – für den Fall, dass es in der Oberliga weitergeht.

Trikotversteigerung

Mit dem letzten offiziellen Termin – der Trikotversteigerung – lassen die Blue Devils die Saison ausklingen. “Vermutlich am Freitag um 19 Uhr im Eisstadion”, kündigte Siller am Mittwoch an.

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag vom 15.03.18.