Die Blue Devils haben sich auch gegen den nächsten DEL2-Vertreter gut verkauft, zu einem weiteren Sieg hat es aber nicht gereicht. Die Dresdner Eislöwen nutzten Schwächephasen der Weidener zu Beginn der ersten beiden Drittel aus. 

Zwei Tage nach dem 4:3-Erfolg gegen die Bayreuth Tigers war mit den Dresdner Eislöwen erneut ein Verein aus der DEL2 in der Hans-Schröpf-Arena zu Gast. Die Blue Devils boten dem höherklassigen Kontrahenten zwar über weite Strecken Paroli, mussten sich aber mit 3:6 (2:2, 1:3, 0:1) geschlagen geben. „Wir haben heute zu leichte Gegentore kassiert und die eigenen Chancen nicht gut genug genutzt. Die läuferische Leistung war o.k., der Körpereinsatz war dagegen nicht so gut“, sagte Devils-Coach Milan Mazanec nach dem Match.

Nach dem Ausfall von Verteidiger Petr Heider musste Mazanec in der Abwehr umstellen. Heiders Part an der Seite von Barry Noe übernahm Mirko Schreyer, der am Freitag im vierten Sturm zum Einsatz gekommen war. „Schreyer war sehr bemüht, aber es war für ihn nicht einfach, gegen so einen starken Gegner kurzfristig in einer neuen Formation aufzulaufen“, erklärte Mazanec, der auch gegen die Sachsen mit vier Sturmreihen agierte. „Der Anfang war nicht optimal“, meinte Mazanec, denn sein Team lag schnell mit 0:2 zurück. Sebastian Zauner (2. Minute) und Steve Hanusch (7./5:3-Überzahl) schossen die Eislöwen mit 2:0 in Front. Beim ersten Treffer hatte Peter Hendrikson die Scheibe unglücklich ins eigene Tor abgefälscht. Die Blue Devils kämpften sich aber ins Match zurück. Jeweils im Powerplay sorgten Peter Hendrikson (14.) und Patrik Rypar ( 18.) für den Ausgleich.

Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts wurde der Oberligist kalt erwischt. Matt Siddall (22.) und Cedric Schiemenz (23.) schossen Dresden wieder mit zwei Toren in Front. Matt Abercrombie (31.) brachte die Blue Devils noch einmal auf 3:4 heran, doch mit zunehmender Dauer setzte sich die individuelle Klasse der Eislöwen immer mehr durch. Dreieinhalb Minuten vor Drittelende wurde die Pause vorgezogen, weil das Eis einen kleinen Defekt hatte. Die Fortsetzung begann Dresden in Überzahl und legte durch Steve Hanusch (37.) sofort das 5:3 nach. Für den Endstand sorgte dann Nick Huard (47.).

„Wir müssen weiter am System arbeiten, auch an der Kommunikation. Oft geht es nur um Kleinigkeiten in der Abstimmung“, sagte Mazanec. Das nächste Vorbereitungsspiel bestreiten die Blue Devils am Freitag, 8. September, um 20 Uhr in der Hans-Schröpf-Arena gegen Nord-Oberligist IceFighters Leipzig.

Blue Devils Weiden: Lala – Noe, Schreyer, Herbst, Hendrikson, Willaschek, Schusser – Siller, Abercrombie, Stähle, Heinisch, Straka, Rypar, Pauker, Kirchberger, Waldowsky, Pronath, Zellner

Dresdner Eislöwen: Stefaniszin – Hanusch, Zauner, Veisert, Macholda, Kramer, Boutin, Schmidt – Rajala, Rupprich, Davidek, Garten, Walther, Höller, Grafen-thin, Siddall, Huard, Schiemenz, Pielmeier, Glemser

Tore: 0:1 (2.) Zauner, 0:2 (7.) Hanusch (Rajala, Huard), 1:2 (14.) Hendrikson (Herbst, Straka), 2:2 (18.) Rypar (Heinisch, Herbst), 2:3 (22.) Siddall (Höller), 2:4 (23.) Schiemenz (Rupprich, Kramer), 3:4 (31.) Abercrombie (Straka, Heinisch), 3:5 (37.) Hanusch (Davidek, Rujala), 3:6 (47.) Huard – SR: Zehetleitner – Zuschauer: 872 – Strafminuten: Weiden 12, Dresden 12

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag vom 04.09.2017.