Match fünf oder Saisonende?

In der 20. Spielminute erzielte Matt Abercrombie das 2:1 für die Blue Devils gegen die Selber Wölfe und hatte allen Grund zum Jubeln. Bild: Tobias Neubert PhotopraphyDrei intensive Spiele liegen hinter den Blue Devils und den Selber Wölfen. Am Dienstag ist der Favorit aus Oberfranken zum zweiten Mal in der „Best-of-5“-Serie in Führung gegangen. Damit heißt es am Freitag ab 20 Uhr in der Hans-Schröpf-Arena Matchball für Selb, doch den wollen die Devils unbedingt abwehren und das entscheidende fünfte Spiel am Sonntag erzwingen.

3:5 in Selb, 5:4 nach Verlängerung in Weiden und 2:5 in Selb – nach drei Spielen der „Best-of-5“- Serie der süd-internen Play-off-Runde liegen die Blue Devils gegen die Selber Wölfe mit 1:2 zurück. Die Zielsetzung beider Mannschaften vor Match vier am Freitag (20 Uhr) in der Hans-Schröpf-Arena ist klar. Die Weidener wollen das Saisonende abwenden und ein fünftes Spiel am Sonntag (18 Uhr) in Selb erzwingen. Die Oberfranken werden alles daransetzen, vorzeitig ins bundesweite Play-off-Viertelfinale einzuziehen.

„Selb ist natürlich der Favorit. Aber wir werden alles reinhauen, das kann ich versprechen“, sagte Markus Berwanger vor dem Abschlusstraining am Donnerstagabend. Der Coach ist noch immer verärgert wegen der schwachen Leistung von Schiedsrichter Hatz am Dienstag, vor allem wegen der Matchstrafe gegen Patrick Schmid. „Er geht uns natürlich ab. Das war eine Sauerei vom Schiedsrichter, das waren vielleicht zwei Minuten, aber keine Matchstrafe“, erklärte Berwanger nach mehrfacher Videoanalyse. Der Verein dürfe sich nicht alles gefallen lassen. „Deshalb haben wir das Video an den DEB eingeschickt. Die Chancen, dass sich etwas ändert, sind aber ganz gering“, sieht er die Sache realistisch.

Doch auch ohne Schmid sieht Berwanger sein Team in der Lage, wie beim „Overtime“-Sieg am Sonntag wieder „eine Energieleistung“ abzuliefern. „Wir müssen von der Taktik her sehr kompakt sein. Bedingungslose Offensive wird es von beiden Mannschaften nicht geben“, weiß der Weidener Coach, dass auch Geduld eine entscheidende Rolle spielen wird. „Wenn Philip Lehr wieder so hält wie in den ersten Partien, wir einen guten Schiedsrichter haben und mit der Unterstützung unserer Fans, haben wir eine Chance“, ist Berwanger überzeugt.

Noch nichts entschieden ist für Gästetrainer Henry Thom: „Ich erwarte von Weiden, dass diese aus der Kabine kommen und durch die Physis das Spiel an sich reißen wollen. Darauf müssen und werden wir vorbereitet sein. Es wird sehr, sehr intensiv werden.“

Aufgebot Blue Devils: Lehr, Hönkhaus – Herbst, Nägele, Sevo, Synowiec, Willaschek, Hajek – Siller, Jirik, Heinisch, Waldowsky, Abercrombie, Babic, Schreier, Kirchberger, Pronath, Schreyer, Zellner

Quelle: Der Neue Tag, Rudi Gebert