Lob für die Blue Devils, Punkte für den Tabellenzweiten

Für die Blue Devils gab es Lob, für die Gäste drei Punkte: Die Weidener zogen am Freitag zum dritten Mal in dieser Saison gegen Deggendorf den Kürzeren. Dabei waren sie zwei Drittel mindestens auf Augenhöhe mit dem Tabellenzweiten. 

„Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Entscheidend war die Effektivität des Gegners“, sagte Trainer Milan Mazanec nach der 2:5 (1:1, 0:1, 1:3)-Heimniederlage gegen den Deggendorfer SC. Gästecoach John Sicinski sprach von der besten Weidener Mannschaft, die wir in dieser Saison gesehen haben. Die ersten beiden Partien hatte sein Team mit 7:2 und 5:2 gewonnen. „Weiden war heute eineinhalb Drittel besser. Wir können uns bei Goalie Cody Brenner bedanken. Das Spiel hätte auch andersrum ausgehen können.“ Auch Sicinski war der Meinung, dass „die effektivere Mannschaft gewonnen hat“.

Da Kapitän Daniel Willaschek und Martin Heinisch wieder fit waren, konnten die Blue Devils in Bestbesetzung antreten. Die Niederbayern gaben zu Beginn den Ton an, doch so ab der 5. Minute waren die Weidener richtig drin im Match. Die erste Großchance hatte Martin Heinisch auf dem Schläger, doch er scheiterte ebenso an Cody Brenner wie Josef Straka mit dem Nachschuss. Das erste Tor fiel auf der Gegenseite, als der Ex-Weidener Ales Jirik eine tolle Einzelleistung abschloss (11.). Erneut Straka (14.) und Tom Pauker (15.) vergaben zwei „Hochkaräter“, ehe die Devils-Fans unter den knapp 1000 Zuschauern dann endlich jubeln durften. Cody Brenner ließ einen Schuss von Matt Abercrombie abprallen und Vitali Stähle traf per Nachschuss zum 1:1 (18.).

Auch im zweiten Abschnitt hatten die Blue Devils mehrere gute Chancen. „Wir haben im letzten Moment die Scheibe nicht richtig getroffen, an den Pfosten oder nicht hart genug aufs Tor geschossen“, trauerte Mazanec den vergebenen Möglichkeiten nach. Knackpunkt für den Tschechen war die Strafzeit wegen zu vieler Spieler auf dem Eis in der 34. Minute: „Das war dumm, bis dahin waren wir sicher nicht schlechter als Deggendorf.“ Die Niederbayern nutzten das Powerplay und gingen durch Dimitri Litesov in Führung (36.).

Im Schlussabschnitt profitierten die Gäste von einer unnötigen Strafzeit von Josef Straka und zogen durch Curtis Leinweber auf 3:1 davon (47.). Innerhalb von 13 Sekunden legten Kyle Gibbons (50.) und Ales Jirik (51.) zwei weitere Treffer nach. „Das war effektiv. Deggendorf hat im letzten Drittel aus fünf Chancen drei Tore gemacht“, sagte Mazanec. Das 2:5 durch Barry Noe (55.) war nur noch Ergebniskosmetik.

Am Sonntag in Selb

Am Sonntag um 18 Uhr treten die Blue Devils zum dritten Derby in dieser Saison bei den Selber Wölfen an, die am Freitag beim ERC Sonthofen überraschend mit 1:4 verloren. Die erste beiden Duelle hatten die Weidener jeweils mit 4:3 gewonnen.

Blue Devils Weiden: Wiedemann – Herbst, Noe, Willaschek, Hendrikson, Schusser, Heider, Schreyer – Pauker, Abercrombie, Stähle, Waldowsky, Straka, Heinisch, Siller, Pronath, Rypar, Kirchberger, Zellner
Deggendorfer SC: Brenner – Vavrusa, Wolfgramm, Gawlik, Peleikis, Stern, Sagerer, Sternkopf – Deutschl, Gibbons, Leinweber, S. Janzen, Böhm, Jirik, A. Janzen, Schembri, Ovaka, Litesov

Tore: 0:1 (11.) Jirik (Stern, Gawlik), 1:1 (18.) Stähle (Abercrombie), 1:2 (36.) Litesov (Gibbons, Vavrusa), 1:3 (47.) Leinweber (Gawlik, Gibbons), 1:4 (50.) Gibbons (Peleikis, Böhm), 1:5 (51.) Jirik, 2:5 (55.) Noe (Stähle, Herbst) – Schiedsrichter: Noeller – Zuschauer: 980 – Strafminuten: Weiden 16, Deggendorf 16 + 10 für Jirik

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag vom 25.11.17.