Ken Latta sieht „viel Potenzial“: Blue Devils treffen auf Landshut und Selb

Ken Latta, der neue Trainer des Tabellenachten Blue Devils Weiden, denkt Schritt für Schritt. „Das Ziel ist, Regensburg zu überholen. Wenn wir das geschafft haben, setzen wir uns das nächste Ziel.“ Der Oberpfälzer Rivale ist Siebter und hat zwei Punkte mehr auf dem Konto. 

Seit dem Amtsantritt des Kanadiers Ken Latta weht in Weiden ein frischer Wind. Das zeigte sich in den Partien in Rosenheim (1:3) und gegen Sonthofen (4:3). Den neuen Schwung wollen die Blue Devils in die schweren Partien am Wochenende mitnehmen. „In der Meisterrunde ist jedes Spiel hart und wie ein Play-off-Match, obwohl es nur um die Play-off-Platzierung geht“, sagt Latta vor den Spielen am Freitag (20 Uhr) zu Hause gegen den Tabellendritten EV Landshut und am Sonntag (18 Uhr) beim auf Rang vier liegenden Lokalrivalen Selber Wölfe.

Ken Latta ist jetzt seit einer Woche in Weiden. Er sieht „viel Potenzial“ in der Mannschaft und versucht sein Denken („Ich hasse es, zu verlieren“) auf seine Spieler zu übertragen. In der kurzen Zeit hat er aber auch die entscheidenden Defizite bereits erkannt. „Im eigenen Drittel fehlt oft die Raumaufteilung, die Kommunikation, das Stellungsspiel. Doch wir haben intelligente Spieler und wenn wir das intensiv trainieren, wird sich ein Automatismus einstellen“, ist der Kanadier überzeugt. Die Cracks der Blue Devils müssen also ihre Aufgaben im eigenen Drittel erfüllen, dazu hat Latta weitere Forderungen: „Wir müssen mehr Körper spielen und die Checks zu Ende fahren – hart, aber fair, um Strafzeiten zu vermeiden.“

Bei der Aufstellung gibt es eine Änderung. Verteidiger Daniel Willaschek ist wieder gesund und kehrt in die Startformation zurück. Dafür sitzt Peter Hendrikson, der während der Woche aus beruflichen Gründen nicht trainieren konnte, auf der Bank. Stürmer Philipp Siller ist nach seiner Gehirnerschütterung zurück, doch er muss sich noch gedulden.

„Hauptrundenmeister“ EV Landshut ist mit Niederlagen in Deggendorf (2:4) und gegen Peiting (2:3 n.P.) in die Meisterrunde gestartet und dadurch auf Rang drei zurückgefallen. Trainer Axel Kammerer wird alles daransetzen, um mit seiner Mannschaft umgehend in die Erfolgsspur zurückzukehren, schließlich will der Traditionsverein von der besten Position aus in die Play-offs starten. Am Sonntag steigt zum fünften Mal in dieser Saison das ewig junge Derby zwischen den Blue Devils und den Selber Wölfen: Die Bilanz ist heuer mit jeweils zwei Siegen ausgeglichen. Bei den Oberfranken gibt es Sorgen auf der Torwartposition. Niklas Deske erlitt am vergangenen Sonntag gegen Rosenheim einen Muskelfaserriss in der Wade und fällt vier Wochen aus.

Aufgebot Blue Devils: Wiedemann, Lala – Herbst, Noe, Schusser, Willaschek, Heider, Schreyer, Hendrikson – Heinisch, Straka, Stähle, Pauker, Abercrombie, Waldowsky, Pronath, Kirchberger, Zellner, Siller

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag vom 26.01.18.