Jetzt nachlegen!

Nur zwei Tage Pause sind den Blue Devils nach dem Derbysieg in Selb vergönnt, ehe es am Freitagabend in Memmingen in der Oberliga Süd wieder um Punkte geht. Bei den erstarkten Indians und am Sonntag im Heimspiel gegen Schlusslicht Waldkraiburg heißt es: „Jetzt nachlegen!“
Die Offensive der Blue Devils zeigte sich im Derby in Selb von ihrer besten Seite. Gegen die zuletzt defensivstarken Memminger sind unsere Stürmer gefordert, einen Weg durch die gegnerischen Reihen zu finden.

Die Gegner am Wochenende:
Die Memmingen Indians befinden sich aktuell im Aufwärtstrend. Vater dieses Aufschwungs ist ein alter Bekannter aus unzähligen Duellen mit den Bayreuth Tigers. Die Rede ist von Trainer Sergej Waßmiller.
Nach dem Trainerwechsel hin zu Sergej Waßmiller sind die Schwaben schier unaufhaltsam und vor allem in der Defensive stark verbessert. Tabellenplatz sechs und 30 Punkte auf der Haben-Seite stehen nicht umsonst zu Buche. Aus den letzten sechs Partien holten die Indians stolze 16 von 18 möglichen Punkten. Am vergangenen Wochenende kassierten sie gegen Waldkraiburg (5:0) und Lindau (1:0) nicht einmal ein Gegentor. Ein Gegentor in Unterzahl musste der ECDC zuletzt vor über einem Monat am 4. November gegen Peiting hinnehmen.
Am Sonntagabend gastiert Schlusslicht Waldkraiburg in der Hans-Schröpf-Arena und in dieser Partie gilt bei aller Zurückhaltung die klare Devise: „Die Punkte bleiben in Weiden!“. Nur neun Punkte konnte der EHC Waldkraiburg bislang erringen, darunter erst ein Sieg nach regulärer Spielzeit zu Hause gegen Lindau. Treffsicherster Spieler auf Seiten der Gäste ist der Lette Kirils Galoha (vergangene Saison in Memmingen aktiv) mit sieben Toren und sieben Vorlagen. Die Team-Statistiken sind für das Schlusslicht dementsprechend: Powerplay-Quote 10,4 Prozent (Blue Devils: 23,4), Penalty Killing: 71,6 Prozent (Blue Devils: 78,2).

Ein Blick in die Devils-Kabine:
Bei den Blue Devils fehlte Valentin Bäumler beim Derby in Selb aus beruflichen Gründen. Er ist an diesem Wochenende wieder im Kader des EVW.
Neben Adam Schusser wird am kommenden Wochenende mit Daniel Willaschek ein weiterer Verteidiger nicht zur Verfügung stehen. Nach einem ungeahndeten Check gegen den Kopf schied er im Derby gegen Selb verletzungsbedingt vorzeitig aus. Wie lange Willaschek ausfallen wird, ist aktuell noch nicht bekannt.
Ein Extralob von Trainer Ken Latta verdiente sich der 2. Block mit Philipp Siller, Martin Heinisch und Tomas Rubes nach der Partie in Selb. Sieben der acht Tore gingen auf das Konto des Offensiv-Trios. Seit der Ankunft von Tomas Rubes hat sich diese Reihe zu einer echten Scoring-Line entwickelt.

Die Liga im Überblick:
Nach 20 absolvierten Partien führen weiterhin die Eisbären Regensburg die Oberliga Süd an. Punktgleich mit den Domstädtern bilden die Starbulls Rosenheim das Führungsduo. Es folgt mit acht Punkten Abstand der SC Riessersee. Die „rote Laterne“ hat Waldkraiburg auch vor diesem Wochenende. Die Löwen mussten am vergangenen Spieltag das 100. Gegentor schlucken.
Punktbeste Spieler sind der Peitinger Milan Kostourek (19 Tore, 14 Vorlangen) und der Selber Ian McDonald (13 Tore und 20 Vorlagen), gefolgt von Nikola Gajovsky aus Regensburg (31 Punkte). Matt Abercrombie ist weiterhin punktbester Devils-Akteur. Er verbuchte in den 20 absolvierten Partien 27 Scorerpunkte. Tomas Rubes hat in seinen ersten sechs Partien beachtliche 12 Scorer-Punkte gesammelt.