| |
|
|
|
Dienstag, 2. Februar 2010 |
Waldkraiburg – EV Weiden 5:6 (3:3, 0:1, 2:2)
Waldkraiburg. Zum dritten Spiel der Meisterrunde musste die Schülermannschaft des EV Weiden am Samstag zum EHC Waldkraiburg reisen. Es war ein enges Spiel, das die Weidener nach guter kämpferischer Leistung knapp für sich entscheiden konnten, womit die Mannschaft auch im dritten Spiel ungeschlagen blieb und mit 6:0 Punkten am zweiten Platz der Tabelle steht.
In den ersten Minuten entwickelte sich ein relativ ausgeglichenes Spiel mit leichten Feldvorteilen für die Weidener, wobei aber die Waldkraiburger sehr sicher und geordnet in der Abwehr standen, so wie man die Spielweise des Gegners auch aus der Vorrunde gekannt hat. So dauerte es bis zu 7. Spielminute ehe Weiden in Führung gehen konnte und auch dies war ein recht glückliches Tor, denn Daniel Smazal wollte von der Bande vor das Tor passen, die Scheibe sprang aber vom Schlittschuh des guten gegnerischen Torwarts ins Tor. Im direkten Gegenangriff nach dem folgenden Bully konnten den Hausherren dann auch sofort den Ausgleich erzielen durch die Spielerin Theresa Wagner, der an diesem Tag weit mehr gelang, als den Weidenern lieb sein konnte. Nun folgte eine stärkere Phase der Hausherren, die man aber schadlos überstand. In der 10. Minute hatte dann Daniel Smazal Pech mit einem harten Schuß an die Latte des Tores. In der zwölften Minute dann der Führungstreffer für Waldkraiburg, als sich der Weidener Goalie Lukas Matejka von einem Schuß aus der Distanz überraschen ließ, die Torschützin war wiederum Theresa Wagner. In der 14. Minute dann der Ausgleich durch Philipp Siller, der aus spitzem Winkel Glück hatte, weil auch bei diesem Tor der Torhüter angeschossen wurde und von seinen Beinen prallte die Scheibe ins Tor. Danach machte die erste Sturmreihe enorm Druck, es gab einige turbulente Szenen vor dem Tor, aber die Führung wollte nicht gelingen. Im Gegenteil, in der 16. Minute fiel die Führung für Waldkraiburg, als man die Torschützin der ersten beiden Tore vollkommen alleine ließ und sie keine Mühe hatte aus kurzer Distanz nach Querpaß erneut einzuschießen. Zum Glück konnte Marvin Pfingsten in der 18. Minute dann doch den Ausgleich erzielen, als er mit einem Schuß zuerst am TW scheiterte, aber im Nachschuß die Scheibe dann doch über die Linie brachte.
Das zweite Drittel begann dann mit einem Pfostenschuß von Philipp Siller und in der 23. Minute erzielte Daniel Smazal die Führung zum 4:3, wobei die Scheibe aus sehr spitzem Winkel irgendwie den Weg ins Tor fand. Das Mitteldrittel war nun geprägt von viel Kampf aber auch von vielen Abspielfehlern und von relativ wenigen Torszenen auf beiden Seiten. In der 32. Minute entschärfte Lukas Matejka einen scharfen und sehr gefährlichen Schlagschuß des Gegners, indem er blitzschnell mit der Fanghand unten war. Danach dann eine gute Torchance für den dritten Sturmblock, durch Benjamin Martin, aber er scheiterte am Torhüter. Im Anschluß dann auch gleich noch eine sehenswerte Kombination des ersten Blocks zwischen Pfingsten und Siller, aber auch hier war der Torhüter nicht zu überwinden. Ein harter Schuß von der blauen Linie durch Philipp Dürr fand ebenso im Torhüter seinen Meister und damit war dann auch das zweite Drittel beendet.
Zu Beginn des Schlußdrittels schienen die Weidener dann bei einem Bully im eigenen Drittel ziemlich indisponiert zu sein und ermöglichten so bereits in der ersten Minute nach Beginn dem Gegner den Ausgleich zum 4:4. Zuerst sahen alle zu, wie nach dem Bully die Scheibe zum Verteidiger der Waldkraiburger gelangte, dieser dann von der blauen Linie unbehelligt (wo war der Außenstürmer?) per Schlagschuß abzog und der Schuß genau im oberen Dreieck einschlug, auch Lukas Matejka hatte hier zu spät reagiert und konnte dieses Tor nicht verhindern. In dieser Anfangsphase merkte man den Weidenern nun vermutlich das schwere Spiel vom Vorabend gegen Bad Wörishofen an, die Beine schienen schwer und das eigene Spiel hatte kein Tempo mehr.
Aber, in dieser Phase half dann goldrichtig der dritte Sturmblock aus, der von Robert Götz, Benjamin Martin und Ferdinand Gösl gebildet wurde. Diese Formation fiel schon während des gesamten Spiels durch überraschend gutes, engagiertes Spiel auf und so war es eine verdiente Belohnung, dass diesem Block in der 44. Minute die erneute Führung gelang und somit das ganze Team nochmal wachgerüttelt wurde. Dabei war die Kombination sehenswert, sie führte über Ferdinand Gösl zu Bennjamin Martin, dieser spielte seitlich hinter dem Tor befindlich die Scheibe klug zurück zu Robert Götz und dieser nahm aus ca. 5 Metern direkt, der Schuß war flach und hart und zu schnell für den Torhüter der Heimmannschaft, er musste die Scheibe passieren lassen. Nun lief das Spiel der Weidener wieder besser und in der 47. Minute traf dann Philipp Dürr leider nur den Pfosten.
Die Waldkraiburger fanden sich nun nicht mehr so häufig wie zuvor im Angriffsdrittel, aber bei Kontern waren sie trotzdem immer gefährlich. So gelang ihnen in der 53. Minute der erneute Ausgleich zum 5:5, als vor dem Weidener Tor Konfusion herrschte und keiner die Scheibe sichern oder wegschlagen konnte und wiederum Theresa Wagner die Torschützin war. Dies war an diesem Tage ihr viertes Tor, eine Galashow der Waldkraiburgerin, die aber auch allzu oft von den Weidener Verteidigern alleine gelassen wurde.
Das Spiel war wirklich nichts für schwache Nerven, beide Teams gaben nun alles und gelegentliche Fehler in der Abwehr beider führten eben immer mal wieder zu den Toren. So dauerte es dann nur etwas mehr als eine Minute, bis den Weidenern erneut der Führungstreffer gelang. Die zweite Sturmreihe war auf dem Eis und Andre Elliot spielte sich nach guter Kombination schön vor das Tor, wo er dann mit einem sehr guten Rückhandschuß ins obere Tordreieck erfolgreich war.
Fast wäre den Waldkraiburgern dann in der 59. Minute wiederum der Ausgleich gelungen, als nach einem Konter und Querpaß ein Stürmer aus kurzer Distanz direkt abnahm, aber Lukas Matejka mit einem super Reflex das Tor verhinderte.
Somit endete das Spiel letztendlich mit diesem knappen Sieg der Weidener, der alles in allem aber auch nicht unverdient war, hatte man doch meist mehr Spielanteile.
Wie schon erwähnt, bemerkte man vor allem im Schlußdrittel das schwere Spiel des Vorabends, was sich vor allem in zu geringem Tempo und in gelegentlichen Konzentrationsmängeln und Stellungsfehlern ausdrückte. Bemängeln muß man durchaus das Abwehrverhalten, zu oft stand immer wieder ein Gegner im Drittel und vor dem Tor frei, hier gilt es das Stellungsspiel in der Abwehr zu verbessern, so nachlässig darf man gegen Peiting am nächsten Wochenende sicherlich nicht agieren. Positiv muss man aber auch bemerken, dass die Mannschaft Moral bewiesen hat und nach jedem Rückschlag immer wieder zurückgekommen ist.
Das Spiel wurde von den beiden Schiedsrichtern hervorragend geleitet und war mit zwei kleinen Strafen auf beiden Seiten auch äußerst fair, was bei einem derart verbissenen Kampf nicht unbedingt selbstverständlich ist und für alle Akteure auf dem Eis spricht.
Weiden spielte mit:
TW Matejka Lukas, Hölzl Franz-Josef,
Bösl Moritz (0/1), Salinger Lukas (0/1) Zierock Maximilian, Völkl Michael,
Siller Philipp (1/1), Gösl Ferdinand, Smazal Daniel (1/0), Pfingsten Marvin (1/0), Elliot Andre (2/0), Dürr Philipp, Götz Robert (1/0), Huestis Kevin, Martin Benjamin (0/1),
Strafen: Weiden 4 Minuten, Waldkraiburg 4
Thomas Siller
|
|
|