Großer Kampf nicht belohnt: Blue Devils 1:4 gegen Regensburg

Die Blue Devils bieten im Oberpfalzderby großartig Paroli, doch am Ende stehen sie mit leeren Händen da. Im Schlussdrittel entscheidet der EV Regensburg mit drei Toren innerhalb von sechs Minuten die Partie. Die „special teams“ geben den Ausschlag über Sieg und Niederlage.

Im ersten Oberpfalzderby dieser Oberliga-Saison lieferten sich die Blue Devils und der EV Regensburg vor knapp 2300 Zuschauern einen packenden Kampf. „Die Mannschaft hat bis zum Schluss mit Herz gekämpft und zusammengehalten. Im zweiten Drittel hätten wir das Spiel entscheiden können“, trauerte Devils-Coach Milan Mazanec nach der 1:4 (0:0, 1:1, 0:3)-Niederlage den vielen vergebenen Möglichkeiten nach. Sein Kollege Peppi Heiß war sehr glücklich über die drei Punkte: „Es war ein sehr intensives Spiel. Unser Sieg war hart erkämpft.“

Beide Trainer waren sich einig, dass die „special teams“ in der bei fünf gegen fünf ausgeglichenen Partie entscheidend waren. Während Regensburg vier Überzahlspiele zu zwei Treffern nutzte, blieben die Blue Devils bei fünf Versuchen erfolglos. „Wir haben zwei Tore gemacht, das war der Knackpunkt“, sagte Heiß. Mazanec bedauerte, dass „wir unsere Überzahlsituationen nicht nutzen konnten. Wir haben zu wenig geschossen und uns vor dem Tor zu wenig durchgekämpft.“

Beide Teams gingen von Beginn an ein enorm hohes Tempo. Die Blau-Weißen boten dem Favoriten Paroli, gestalteten die Partie ausgeglichen und hatten sogar die besseren Möglichkeiten. Die größte vergab Matt Abercrombie, als er in der 5. Minute alleine auf den Regensburger Goalie Peter Holmgren zusteuerte und scheiterte. Doch nicht nur Holmgren hatte einen sehr guten Tag erwischt, auch der Weidener Johannes Wiedemann lieferte eine tadellose Leistung ab. „Beide Torhüter waren sehr gut“, waren sich Mazanec und Heiß einig.

Ausgleich durch Stähle

Zu Beginn des zweiten Abschnitts nutzten die Gäste ihr zweites Powerplay durch Tomas Gulda zur Führung (24.). Vorausgegangen war eine dumme Strafzeit gegen Michael Kirchberger wegen unnötiger Härte, als das Spiel längst unterbrochen war. Die Blue Devils steckten aber den Rückstand schnell weg und kamen durch Vitali Stähle zum Ausgleich (27.). Der Ex-Regensburger setzte vor dem Kasten energisch nach und stocherte die Scheibe über die Linie. In der Folgezeit lag mehrfach die Weidener Führung in der Luft.

Im letzten Drittel brachte eine unnötige Strafzeit, diesmal von Patryk Rypar, die Blue Devils auf die Verliererstraße. Vom Bully weg kam die Scheibe zu Arnoldas Bosas und der Litauer traf unhaltbar für Wiedemann zum 2:1 (43.) – Rypar saß gerade vier Sekunden in der Kühlbox. Für den Litauer Bosas war es der 15. Treffer in dieser Saison, er zog damit mit dem Weidener Martin Heinisch gleich. Die Regensburger setzten sofort nach und machten mit zwei weiteren Toren von Nikola Gajovsky (46.) und Jason Pinizzotto (49.) alles klar.

Am Sonntag in Peiting

Zur letzten Partie vor der Länderspiel-Pause treten die Blue Devils am Sonntag um 18 Uhr beim EC Peiting an. Fortgesetzt wird die Hauptrunde der Oberliga Süd dann am Freitag, 17. November.

Blue Devils Weiden: Wiedemann – Herbst, Noe, Willaschek, Hendrikson, Schusser, Heider, Schreyer – Siller, Abercrombie, Stähle, Waldowsky, Straka, Heinisch, Pauker, Kirchberger, Rypar, Zellner, Pronath
EV Regensburg: Holmgren – Wolsch, Schmitt, Gulda, Alt, Schütz – Pinizzotto, J. Felsoci, Mangold, Flache, Schwarz, Bosas, Kronawitter, Tippmann, Vogel, Gajovsky, D. Felsoci, Baier

Tore: 0:1 (24.) Gulda (Pinizzotto, Gajovsky), 1:1 (27.) Stähle (Siller, Abercrombie), 1:2 (43.) Bosas (Gajovsky), 1:3 (46.) Gajovsky (Kronawitter, Gulda), 1:4 (49.) Pinizzotto (Flache, Mangold) – SR: Salewski – Zuschauer: 2288 – Strafminuten: Weiden 8 + 10 für Heinisch, Regensburg 10

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag vom 04.11.17.