Großer Kampf nicht belohnt – 2:5 gegen Landshut

Die Blue Devils liefern dem Favoriten einen großen Kampf, doch am Ende jubelt der EV Landshut. Für die Weidener ist die Niederlage ein Rückschlag im Rennen um Platz acht. In den nächsten beiden Spielen sind sechs Punkte Pflicht.

Die Blue Devils boten dem Tabellendritten EV Landshut großartig Paroli, dennoch standen sie am Ende nach der 2:5 (0:1, 1:1, 1:3)-Niederlage mit leeren Händen da. “Wir haben mit Herz gespielt”, lobte Trainer Milan Mazanec den kämpferischen Einsatz seiner Mannschaft, die im Schlussdrittel genügend Chancen hatte, um das Blatt noch zu wenden. Erst 26 Sekunden vor der Schlusssirene entschieden die Niederbayern mit einem “Empty-net-goal” die Partie.

“In den letzten Auswärtsspielen waren wir besser und haben verloren. Heute waren wir nicht so gut und haben gewonnen. So ist es mir aber lieber”, sagte der Landshuter Trainer Axel Kammerer, der “froh und glücklich” über die drei Punkte war: “Im letzten Drittel hätte das Spiel noch kippen können. Weiden hätte auch leicht gewinnen können.”

Die Blue Devils brauchten einige Minuten, um gegen die mit vier Reihen agierenden Landshuter ins Spiel zu kommen. Dann jedoch hatten die Weidener die besseren Möglichkeiten, unter anderem gelang in zwei guten Überzahlspielen kein Tor. Auf der Gegenseite nutzten die Gäste ihr erstes Powerplay, Maximilian Hofbauer traf aus spitzem Winkel (13.).

Kammerer lobt Powerplay

Nach Wiederbeginn leistete sich Peter Hendrikson das zweite unnötige Foul – und wieder schlug Landshut durch Maximilian Forster zu (23.). “Das Powerplay war heute gut”, gab es Lob von Kammerer. Dann nutzten auch die Blue Devils ihr drittes Überzahlspiel durch Martin Heinisch zum Anschlusstor (32.).

Im Schlussabschnitt schien nach dem 3:1 für Landshut durch Luca Zitterbart (42.) alles klar zu sein, doch jetzt kam die stärkste Zeit der Weidener, die aber immer wieder am starken EVL-Goalie Patrick Berger scheiterten. Auch nach dem vierten Gegentor durch Jonas Franz (54.) stürmten die Devils weiter und kamen in doppelter Überzahl durch Martin Heinisch zum 2:4 (56.). Zu mehr reichte es jedoch nicht mehr, in der Schlussminute machte Maximilian Hofbauer mit seinem “Empty-net-goal” alles klar. “Im letzten Drittel lautete das Schussverhältnis 14:6 für uns”, rechnete Milan Mazanec vor und trauerte den vielen hochkarätigen Möglichkeiten nach.

Im Kampf um Platz acht sind die Blue Devils und der EV Lindau, der Waldkraiburg mit 10:5 bezwang, jetzt punktgleich. Am Wochenende treffen die Weidener auf die Tabellennachzügler TEV Miesbach (Freitag) und EHC Waldkraiburg (Sonntag). “Sechs Punkte sind Pflicht”, weiß Mazanec.

Blue Devils Weiden: Wiedemann – Herbst, Noe, Willaschek, Schusser, Hendrikson, Heider, Schreyer – Heinisch, Straka, Stähle, Siller, Abercrombie, Waldowsky, Pauker, Kirchberger, Pronath, Zellner
EV Landshut: Berger – Meier, Krogh, Heiß, Gröger, Dersch, Kuhn, Schadewaldt, Baumgartner – Hofbauer, Ehl, Franz, P. Abstreiter, Fischhaber, Sedlar, Bassler, Forster, Trinkberger, Zitterbart, Lennartsson, Reiter

Tore: 0:1 (13.) Hofbauer (P. Abstreiter, Forster), 0:2 (23.) Forster (P. Abstreiter, Hofbauer), 1:2 (32.) Heinisch (Straka, Stähle), 1:3 (42.) Zitterbart (Sedlar, Hofbauer), 1:4 (54.) Franz (Bassler, Trinkberger), 2:4 (56.) Heinisch (Waldowsky, Noe), 2:5 (60.) Hofbauer (Meier, Forster)

Schiedsrichter: Salewski – Zuschauer: 1405 – Strafminuten: Weiden 8, Landshut 12 + 10 + Spieldauerdisziplinarstrafe für Lennartsson

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag vom 3.1.18