Fehler beenden die Aufholjagd: Blue Devils verlieren in Deggendorf

Nur selten ging es am Freitagabend so turbulent vor dem Deggendorfer Kasten zu wie in dieser Szene. Die Blue Devils zogen zum Saisonstart gegen die Niederbayern klar mit 2:7 den Kürzeren. Hier haben Marcel Waldowsky und Lukas Zellner (hinten) das Nachsehen. Bild: Gebert

Die Blue Devils sind nicht in der Lage, über 60 Minuten eine konstant gute Leistung abzurufen. In Deggendorf liegen sie nach einer Viertelstunde 0:3 hinten, kämpfen sich im zweiten Drittel auf 3:4 heran, doch dann kassieren sie nach groben Fehlern noch drei Gegentore. 

Mit guten Erinnerungen waren die Blue Devils am Sonntag zum Tabellenzweiten Deggendorfer SC gefahren, denn drei Wochen zuvor hatten sie in Niederbayern mit 6:3 gewonnen und damit die Qualifikation für die Meisterrunde perfekt gemacht. Diesmal gab es für die Weidener nichts zu holen, weil sie sich wieder einmal Aussetzer in der Defensive leisteten. “Wir machen grobe Fehler, weil die Konzentration fehlt. Heute waren zwei Gegentore ganz entscheidend”, sagte Trainer Ken Latta nach der 3:7 (0:3, 3:1, 0:3)-Niederlage seiner Mannschaft.

Wie am Freitag im Oberpfalzderby gegen Regensburg (4:6) musste Latta auf die Abwehrspieler Ralf Herbst und Daniel Willaschek verzichten. Als sechster Verteidiger rückte Vitali Stähle an die Seite von Barry Noe. Für Stähle stürmte Marcel Waldowsky neben Josef Straka und Martin Heinisch, Philipp Siller spielte mit Matt Abercrombie und Tom Pauker. Zwischen den Pfosten stand Josef Lala.

Nach dem ersten Drittel lagen die Weidener durch die Tore von Milos Vavrusa (3./Überzahl), Sergej Janzen (14.) und Kyle Gibbons (15.) verdient mit 0:3 hinten. “Wir haben dem Gegner zu viel Raum gegeben und zu wenig auf den Körper gespielt”, sagte Co-Trainer Florian Zellner. Das 1:0 war übrigens im sechsten Spiel unter der Regie von Ken Latta das erste Gegentor in Unterzahl.
Devils verkürzen auf 3:4

“Wenn du im ersten Drittel drei Tore hergibst, wird es schwer, doch wir haben uns zurückgekämpft”, freute sich Latta, dass sein Team trotz des Rückstands nicht aufgab. Die Devils gingen jetzt aggressiver in die Zweikämpfe und wurden belohnt: Tom Pauker (27.) und Matt Abercrombie (33.) verkürzten auf 2:3. Unglücklich aus Weidener Sicht fiel dann das 4:2 durch René Röthke (34.), der so lange nachstocherte, bis die Scheibe im Kasten war. “Da hätte der Schiedsrichter abpfeifen müssen”, meinte der Weidener Coach. Dennoch lebte die Hoffnung weiter, denn Josef Straka (37.) verkürzte auf 3:4.

Im Schlussabschnitt wurde aber die Aufholjagd durch zwei grobe Fehler jäh beendet. Innerhalb von 19 Sekunden erhöhten Dimitri Litesov (46.) und Kyle Gibbons (46.) auf 6:3. “Dann war die Luft raus”, sagte Florian Zellner. In der 52. Minute nutzte Sergej Janzen einen weiteren Fehler der Weidener zum 7:3-Endstand.

Die Blue Devils (8./47 Punkte) liegen weiter fünf Zähler hinter dem EV Regensburg (7./52), der am Sonntag dem ERC Sonthofen mit 1:4 unterlag. Wenn die Weidener noch einen Rang nach oben klettern wollen, müssen sie am Freitag (Beginn 20 Uhr) in Regensburg gewinnen. Am Sonntag um 18.30 Uhr gastiert der Deggendorfer SC in der Hans-Schröpf-Arena.

Deggendorfer SC: Brenner – Vavrusa, Wolfgramm, Gawlik,Wiederer, Peleikis, Stern – Deuschl, Gilbbons, Leinweber, S. Janzen, Jirik, A. Janzen, Litesov, Röthke

Blue Devils Weiden: Lala – Stähle, Noe, Schusser, Hendrikson, Heider, Schreyer – Waldowsky, Straka, Heinisch, Pauker, Abercrombie, Siller, Pronath, Kirchberger, Zellner

Tore: 1:0 (3.) Vavrusa (Röthke, Gibbons), 2:0 (14.) S. Janzen (Leinweber, Gibbons), 3:0 (15.) Gibbons (Peleikis, Leinweber), 3:1 (27.) Pauker (Abercrombie, Kirchberger), 3:2 (33.) Abercrombie (Schusser, Pauker), 4:2 (34.) Röthke (Jirik, Gawlik), 4:3 (37.) Straka (Stähle, Waldowsky), 5:3 (46.) Litesov (A. Janzen), 6:3 (46.) Gibbons (Leinweber, Vavrusa), 7:3 (52.) S. Janzen (Leinweber, Litesov)

Schiedsrichter: Kannengießer – Zuschauer: 1469 – Strafminuten: Deggendorf 8, Weiden 12

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag vom 05.02.2018.