Duelle gegen DEL2-Teams

Devils-Trainer Milan Mazanec. Bild: Rudi Gebert.

Zum Abschluss des zweiwöchigen Trainingslagers bestreiten die Blue Devils zwei Testspiele gegen hochkarätige Gegner. In der Hans-Schröpf-Arena kreuzen die DEL2-Teams Bayreuth und Dresden auf. 

Der neue Devils-Coach Milan Mazanec ist mit dem Verlauf der ersten beiden Trainingswochen zufrieden. „Natürlich werden die Spieler jetzt langsam müde, aber damit haben wir gerechnet“, erklärte der Tscheche am Donnerstag. Nach den beiden Spielen gegen die Bayreuth Tigers (Freitag, 20 Uhr) und die Dresdner Eislöwen (Sonntag, 18.30 Uhr) werde er deshalb ab nächster Woche das Trainingssystem verändern. „Da bleibt dann mehr Zeit für Erholung“, kündigte Mazanec an.

Beim ersten Vorbereitungsspiel in Bayreuth (2:7) sei der Klassenunterschied zu sehen gewesen, wobei laut Mazanec schon im Vorfeld alles für den Gegner gesprochen habe. „Bayreuth ist länger auf dem Eis, hat eine gute Mannschaft und hatte Heimrecht.“ Vor allem in Sachen Abwehrarbeit erhofft sich der Weidener Trainer eine Steigerung. „Wir müssen defensiv aktiv spielen, schon im gegnerischen Drittel durch Forechecking den Kontakt zum Gegner suchen.“ Das sei natürlich gegen starke Teams besonders schwer.

Schreyer angeschlagen

Trotz des harten Trainings mit drei Einheiten pro Tag sind die Blue Devils bislang von größeren Verletzungen verschont geblieben. Nur Mirko Schreyer (Probleme am Knöchel) plagt sich mit einer kleineren Blessur herum. Gegenüber dem ersten Spiel gegen Bayreuth wird es keine großen Veränderungen bei den Formationen geben. Die Abwehrpärchen (Barry Noe und Petr Heider, Ralf Herbst und Peter Hendrikson sowie Daniel Willaschek und Adam Schusser) bleiben ebenso gleich wie der erste Angriff (Matt Abercrombie, Vitali Stähle und Philipp Siller). Martin Heinisch, der am vergangenen Sonntag nicht ganz fit war, rückt in die zweite Reihe zu Josef Straka und Patrik-Oliver Rypar. Den dritten Sturm bilden Michael Kirchberger, Marcel Waldowsky und Tom Pauker. Wer in welcher Partie zwischen den Pfosten steht – Johannes Wiedemann oder Josef Lala – hat Mazanec noch nicht entschieden.

Natürlich werden die Spieler jetzt langsam müde, aber damit haben wir gerechnet.
Devils-Coach Milan Mazanec kurz vor dem Ende des zweiwöchigen Trainingslagers

Die Bayreuth Tigers, für die nach wie vor die beiden Ex-Weidener Michal Bartosch und Andreas Geigenmüller stürmen, sind zwei Wochen vor dem Saisonstart der DEL2 auf einem guten Weg. Nach dem fünften Platz beim internationalen Turnier in Poprad (Slowakei) und dem 7:2 gegen die Blue Devils gab es für die Truppe von Trainer Sergej Waßmiller am Dienstag einen 4:3-Erfolg nach Penaltyschießen gegen Ligakonkurrent ETC Crimmitschau. Ohne Erfolgserlebnis sind dagegen noch die Dresdner Eislöwen. „Wir haben trotz eigenen Scheibenbesitzes fünf Tore kassiert, weil wir den Puck nicht behaupten konnten. Das ist simpelstes Eishockey und darf uns so nicht passieren“, schimpfte Eislöwen-Trainer Franz Steer nach den Niederlagen beim Heimturnier gegen Mikkelin Jukurit aus Finnland (1:3) und die Eisbären Berlin (2:7). Zuvor hatte es auch gegen DEL2-Rivale EC Bad Nauheim ein 3:4 nach Penaltyschießen gegeben.

Aufgebot Blue Devils: Wiedemann, Lala – Noe, Heider, Herbst, Hendrikson, Willaschek, Schusser – Siller, Abercrombie, Stähle, Rypar, Straka, Heinisch, Waldowsky, Kirchberger, Pauker, Pronath, Zellner, Schreyer

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag vom 01.09.2017.