Eine besondere Trainingseinheit durchliefen am Donnerstag die Spieler der Blue Devils Weiden. Das Universitätsklinikum Halle (Saale) hatte fünf Mediziner gesandt, um eine Leistungsdiagnostik der Eishockeyspieler vorzunehmen.

Diese Diagnostik entwickelten Trainer Ken Latta und Sportwissenschaftler Prof. Dr. René Schwesig bereits in der Saison 2015/2016, als Latta noch Trainer der Saale Bulls in Halle war. Es handelt sich um einen eishockeyspezifischen Komplextest und orientiert sich eng am Anforderungsprofil und der Belastungsstruktur des Eishockeys. Verschiedene Einzeltests (z. B. Sprinttests ohne und mit Puck, Wendigkeitstests ohne und mit Puck, verschiedene Torschüsse) wurden in ein komplexes Studiendesign integriert, wobei die Pausenzeiten zwischen den Tests fünf bzw. zehn Sekunden betrugen. Die Gesamtbelastungsdauer von 90 bis 108 Sekunden spiegelt in etwa die Belastungsdauer eines Spielers auf dem Eis während des Spiels wieder. Zusätzlich wurden Herzfrequenz- und Laktatwerte erhoben, um die Beanspruchung und Erholungsfähigkeit der Spieler beurteilen zu können.

Auf besondere Resonanz bei den Spielern stieß die Messung der Torschussgeschwindigkeit mittels Radarmessgerät. Hier ließen sich Geschwindigkeiten von bis zu 130 km/h messen.

Ziel der Verantwortlichen ist es, den Test langfristig zu etablieren, um von jedem Spieler ein individuelles Leistungsprofil zu erhalten. Auf dieser Basis soll der Trainingsprozess individueller und zielgerichteter gestaltet werden. Der nächste Testtermin ist in der Länderspielpause im November geplant.