Blue Devils heiß auf den Start

Daniel Willaschek. Bild: Gebert

Jetzt gilt’s für die Blue Devils: Nach fünfeinhalb Wochen Vorbereitung und sieben Testspielen starten die Weidener am Freitag in die neue Oberliga-Saison. Auftaktgegner Deggendorf kommt mit einem alten Bekannten in die Hans-Schröpf-Arena.

Die Blue Devils peilen in der Hauptrunde der Oberliga Süd mindestens den achten Platz und damit die Qualifikation für die Play-offs an. „Wichtig wird sein, gut aus den Startlöchern zu kommen“, erklärte Teammanager Christian Meiler. Zum Auftakt erwartet die Mannschaft von Trainer Milan Mazanec am Freitag um 20 Uhr den Deggendorfer SC. Am Sonntag (Beginn 18 Uhr) wartet auf die Weidener die weite Fahrt an den Bodensee zum EV Lindau.

„Wir haben vor beiden Gegnern Respekt, aber keine Angst. Wir sind bereit“, sagte Coach Milan Mazanec vor dem Abschlusstraining am Donnerstagabend. Die Mannschaft, die vom neuen Kapitän Daniel Willaschek angeführt wird, sei heiß und motiviert, erklärte Mazanec, für den Disziplin ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg ist: „Wir müssen unnötige Strafzeiten vermeiden.“ Der Tscheche weiß auch um die Offensivstärke der Deggendorfer und hat seine Spieler entsprechend darauf eingestellt.

Zum Saisonauftakt fehlt neben Verteidiger Petr Heider und Stürmer Philipp Siller – beide haben nach Nabelbruch- beziehungsweise Handgelenks-Operation noch nicht mit dem Training begonnen – auch Angreifer Marco Pronath (Rückenprobleme). Für ihn stürmt Lukas Zellner im dritten Block. Sonst nimmt Mazanec keine Änderungen gegenüber den letzten Testspielen vor. Im Tor ist Johannes Wiedemann die Nummer 1.

Wiedersehen mit Jirik

Dem Vorjahres-Fünften Deggendorfer SC wird heuer ein Platz unter den „Top 4“ zugetraut. Die wichtigsten Leistungsträger – allen voran das Sturmduo Kyle Gibbons und Curtis Leinweber – wurden gehalten. Die eh schon starke Offensive wurde unter anderem noch mit dem Ex-Weidener Ales Jirik verstärkt. Der Deutsch-Tscheche absolvierte in den letzten drei Jahren 154 Spiele für die Blue Devils und verbuchte dabei 166 Scorerpunkte (40 Tore, 126 Assists). In der Abwehr ist Milos Vavrusa vom DEL2-Club EHC Freiburg der hochkarätigste Neuzugang. Auf der Torwartposition vertrauen die Niederbayern zwei jungen Keepern: dem Ex-Regensburger Cody Brenner (20) und Daniel Filimonow (21).

Beim EV Lindau steht auch im zweiten Oberliga-Jahr Dustin Whitecotton auf der Kommandobrücke. Der 38-jährige Kanadier ist in Weiden kein Unbekannter, in der Saison 2003/04 stürmte er in der 2. Bundesliga in 58 Spielen für die Blue Devils. „Wir möchten uns in der dritten Liga etablieren, uns weiter verbessern und Klassenerhalt so früh wie möglich schaffen“, gibt Whitecotton als Saisonziel aus. Er muss elf Neuzugänge, unter anderem die beiden neuen Ausländer Dylan Quaile (Kanada) und Charlie Adams (USA), in die runderneuerte und verjüngte Mannschaft integrieren.

Aufgebot Blue Devils: Wiedemann, Lala – Noe, Schusser, Hendrikson, Herbst, Willaschek, Schreyer – Pauker, Abercrombie, Stähle, Heinisch, Straka, Rypar, Waldowsky, Kirchberger, Zellner

Eishockey: Modus der Oberliga Süd

Wie in der vergangenen Saison spielen die 12 Vereine der Oberliga Süd ab 29. September zunächst eine eineinhalbfach-Runde mit 32 Spielen. Für die halbe Runde erfolgt eine Einteilung in zwei Gruppen. Gruppe A: Starbulls Rosenheim, EC Peiting, EV Regensburg, EV Landshut, EHC Waldkraiburg, TEV Miesbach; Gruppe B: ERC Sonthofen, VER Selb, Deggendorfer SC, Blue Devils Weiden, EV Lindau, ECDC Memmingen. Im Anschluss an die Hauptrunde wird die Liga ab 14. Januar 2018 geteilt. Die ersten 8 Teams spielen unter Mitnahme der Punkte in einer Einfach-Runde die Oberliga-Süd-Meisterschaft aus. Danach beginnen die Play-offs mit den 8 besten Teams der Oberliga Nord (Süd 1 – Nord 8, Süd 2 – Nord 7 usw.). Das Achtelfinale startet am 9. März, das Viertelfinale am 21. März, das Halbfinale am 2. April und das Finale am 13. April. In allen Runden wird nach dem Modus „Best-of-5“ gespielt. Der Oberliga-Meister steht spätestens nach dem fünften Finalspiel am 22. April fest. Die Platzierten 9 bis 12 der Oberliga-Süd-Hauptrunde gehen in eine Verzahnungsrunde mit den ersten 8 Teams der Bayernliga (2 Sechser-Gruppen). Die Top-4 der beiden Gruppen sind für die BEV-Play-off-Meisterschaft qualifiziert und spielen über Kreuz gegeneinander. Die vier Sieger, also die Halbfinal-Teilnehmer, sind für die Oberliga-Süd-Saison 2018/19 qualifiziert.

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag vom 29.09.17.