Blue Devils gehen leer aus: 1:5 in Waldkraiburg

Die Blue Devils können offensichtlich nicht mit der Favoritenrolle umgehen. Als Dritter waren die Weidener am Mittwoch zum Vorletzten nach Waldkraiburg gereist. Die Heimfahrt traten sie überraschend mit leeren Händen an. 

Waldkraiburg. Die Rollen waren vor dem Match klar verteilt. Der EHC Waldkraiburg hatte von seinen fünf Heimspielen vier verloren, nur gegen Schlusslicht TEV Miesbach hatte es einen Sieg gegeben. Bei den Blue Devils war die Bilanz mit vier Auswärtssiegen und nur einer Niederlage in Deggendorf umgekehrt. An Allerheiligen setzte es für die Weidener mit 1:5 (0:1, 0:2, 1:2) die zweite Pleite.

„Mit den ersten 30 Minuten war ich nicht zufrieden, in den zweiten 30 Minuten waren wir aktiver. Aber insgesamt war es zu wenig“, sagte der enttäuschte Devils-Trainer Milan Mazanec. Waldkraiburg habe clever und konsequent gespielt, allerdings „unterstützt von uns“. Zudem habe der Waldkraiburger Torwart Korbinian Sertl einen großen Tag gehabt.

Auf der Gegenseite war Mazanecs Entscheidung, Josef Lala für den zuletzt überzeugenden Johannes Wiedemann zwischen die Pfosten zu stellen, unglücklich. Lala strahlte weder Ruhe noch Sicherheit aus und leistete sich zudem beim dritten Gegentreffer einen schlimmen Fehler. „Er hat einfach Pech gehabt“, meinte Mazanec, der seiner Nummer zwei Spielpraxis geben wollte. Allerdings lag es nicht allein an Lala, auch seine Vorderleute patzten. „Und Waldkraiburg hat jeden Fehler bestraft“, sagte Co-Trainer Florian Zellner.

Im ersten Drittel nutzten die Gastgeber einen Weidener Fehler im Slot zur Führung durch Michail Guft-Sokolov (18. Minute). Während Waldkraiburg einfaches Eishockey spielte, agierten die Oberpfälzer lange Zeit halbherzig. „In der gegnerischen Zone müssen wir aktiver sein, mehr Zug zum Tor zeigen“, monierte Mazanec. Nach Vorarbeit des Ex-Weideners Ludwig Synowiec erhöhte Michael Trox auf 2:0 (29.) und Bastian Rosenkranz nutzte Lalas Aussetzer zum 3:0 (36.). Auf der Gegenseite waren die Weidener auch im Powerplay nicht erfolgreich und scheiterten immer wieder am überragenden Sertl im EHC-Kasten. Ende des zweiten Drittels waren die Devils sogar über eine Minute in doppelter Überzahl.

Zum Schlussdrittel kam Wiedemann für Lala. Weiden versuchte nun alles, um noch einmal heranzukommen. Trotz vieler Chancen gelang es nur Vitali Stähle (48.), den super haltenden Sertl zu bezwingen. Zu diesem Zeitpunkt führten die Waldkraiburger durch den zweiten Treffer von Trox bereits mit 4:0 (45.). Mit einem weiteren erfolgreich abgeschlossenen Konter sorgte Daniel Hämmerle (57.) für den 5:1-Endstand.

Derby gegen Regensburg

Durch die Niederlage sind die Blue Devils von Rang drei auf sechs zurückgefallen. Bevor es in die Länderspiel-Pause geht, sind die Weidener noch zwei Mal gefordert. Am Freitag um 20 Uhr steigt in der Hans-Schröpf-Arena das Oberpfalzderby gegen den EV Regensburg und am Sonntag (18 Uhr) geht’s zum EC Peiting.

EHC Waldkraiburg: Sertl – A. Kanzelsberger, Ullmann, Ettwein, F. Kanzelsberger, Schmidt, Synowiec, Seifert – Guft-Sokolov, Hradek, Norris, Rott, Wagner, Hämmerle, Vrba, Rosenkranz, Trox,Vogl

Blue Devils Weiden: Lala (ab 41. Wiedemann – Herbst, Noe, Willaschek, Hendrikson, Schusser, Heider, Schreyer – Pauker, Abercrombie, Stähle, Waldowsky, Straka, Heinisch, Siller, Kirchberger, Rypar, Zellner

Tore: 1:0 (18.) Guft-Sokolov (Wagner, Norris), 2:0 (29.) Trox (Synowiec), 3:0 (36.) Rosenkranz, 4:0 (45.) Trox (Hämmerle, Sertl), 4:1 (48.) Stähle (Abercrombie, Noe), 5:1 (57.) Hämmerle (Trox, Vrba) – SR: Erdle – Zuschauer: 702 – Strafminuten: Waldkraiburg 8, Weiden 4

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag vom 02.11.17.