Das Oberliga-Duell Süd gegen Nord zwischen den Blue Devils Weiden und den Icefighters Leipzig war über weite Strecken sehr zerfahren. Am Ende fiel die Entscheidung im Penaltyschießen.

Nach drei Testspielen gegen DEL2-Teams trafen die Blue Devils am Freitag erstmals auf einen Liga-Konkurrenten. Vor 751 Zuschauern in der Hans-Schröpf-Arena setzten sich die Weidener erst im Penaltyschießen mit 4:3 (0:0, 2:1, 1:2, 1:0) durch. Matchwinner waren der Kanadier Matt Abercrombie und Goalie Johannes Wiedemann, der alle Versuche der Leipziger abwehrte.

„Wir haben heute nicht das ganze Spiel die Qualität hochgehalten. Phasenweise waren wir zu unkonzentriert, haben zu wenig auf den Körper gespielt und sind auch zu wenig gelaufen. In anderen Phasen haben wir es besser gemacht, mit Druck zum Tor gespielt und auch mehr geschossen“, analysierte Devils-Trainer Milan Mazanec die Partie zwischen dem Süd- und dem Nord-Oberligisten. Der Tscheche merkte noch an, dass „wir weiter am Über- und Unterzahlspiel arbeiten müssen“.

Viel Spielfluss gab es im ersten Abschnitt nicht. Beide Teams hatten je ein Powerplay, Leipzig erzielte ein Schlittschuh-Tor, das zurecht nicht anerkannt wurde. Nach Wiederbeginn gab es dann endlich Treffer zu bejubeln. Als Ralf Herbst aus der Distanz abzog, fälschte Martin Heinisch die Scheibe zum 1:0 ab (22. Minute). Auf der Gegenseite schloss Michal Velecky eine schöne Kombination zum 1:1 ab (29.). Kurz vor Drittelende schoss Patrik Rypar die Weidener erneut in Front (39.).

Die Führung hatte bis fünf Minuten vor Schluss Bestand. Als dann zwei Weidener in der Kühlbox saßen, markierte Jakob Weber eine Sekunde vor Ablauf der ersten Strafe den Ausgleich (55.). Die Devils blieben damit in Unterzahl, konnten aber zunächst weiteren Schaden vermeiden. Doch in der 57. Minute brachte Stephan Tramm die Sachsen erstmals in Führung. Die Gastgeber schlugen aber nur 52 Sekunden später durch Patrik Rypar zurück. Damit musste die Entscheidung im Penaltyschießen fallen. Während für die Blue Devils Matt Abercrombie verwandelte und Josef Straka vergab, scheiterten bei Leipzig alle drei Schützen: Goalie Johannes Wiedemann parierte gegen Florian Eichelkraut, den ehemaligen Weidener Esbjörn Hofverberg – inzwischen 46 Jahre alt – und Hannes Albrecht.

Das nächste Vorbereitungsspiel bestreiten die Blue Devils am Freitag, 15. September, beim Nord-Oberligisten EHC Erfurt.

Blue Devils Weiden: Wiedemann – Noe, Schreyer, Herbst, Hendrikson, Willaschek, Schusser – Zellner, Abercrombie, Stähle, Heinisch, Straka, Rypar, Pauker, Kirchberger, Waldowsky, Pronath, Lindmeier, Lehner
Icefighters Leipzig: Arnsperger – Virch, Hofverberg, Zink, Raaf-Effertz, Weber, Tramm, Miethke – Fischer, Martin, Albrecht, Patocka, Velecky, Schneider, Farrell, Komnik, Paavilainen, Eichelkraut, Berger

Tore: 1:0 (22.) Heinisch (Straka, Herbst), 1:1 (29.) Velecky (Paavilainen), 2:1 (39.) Rypar (Waldowsky, Willaschek), 2:2 (55.) Weber (Paavilainen, Velecky), 2:3 (57.) Tramm (Berger), 3:3 (57.) Rypar (Heinisch, Straka), 4:3 (61.) Abercrombie (Penalty) – Schiedsrichter: Fauerbach – Zuschauer: 751 – Strafminuten: Weiden 14, Leipzig 10

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag vom 9.9.17.