Blue Devils: Derby in Selb

Am Sonntag kommt Neuling Memmingen in die Hans-Schröpf-Arena, doch zunächst reden alle nur über das ewig junge Derby zwischen den Blue Devils Weiden und den Selber Wölfen. Dabei gibt es am Freitag in Selb ein überraschendes Wiedersehen mit einem Ex-Devil. 

Devils-Coach Milan Mazanec hat diese Woche viel mit seinen Spielern geredet und im Training hart gearbeitet: Thema in den Gesprächen und auf dem Eis war die Defensive. „Das ist wie ein schlechter Traum“, sagte der Tscheche rückblickend auf die 13 Gegentore in den ersten beiden Spielen. „Wir dürfen nicht so leichtsinnig spielen wie letzte Woche. Nur wenn wir die Fehler minimieren, können wir erfolgreich sein“, erklärte Mazanec vor den Partien am Freitag (Beginn 20 Uhr) bei den Selber Wölfen und am Sonntag um 18.30 Uhr gegen Aufsteiger ECDC Memmingen.

Auch Hendrikson fehlt

Personell sind bei den Weidenern die Sorgen nicht kleiner geworden – im Gegenteil. Am Wochenende fehlt neben Petr Heider, Philipp Siller und Marco Pronath auch noch Verteidiger Peter Hendrikson, der aus privaten Gründen nach Russland geflogen ist. Heider hat nach der Nabelbruchoperation mit leichtem Training begonnen. Bei Siller ist nach der Handgelenksoperation der Gips ab, jetzt läuft die Reha-Phase. Pronath muss wegen Rückenproblemen noch mindestens eine Woche pausieren.

Selb hat eine sehr, sehr starke Mannschaft. Wir müssen kämpfen, mit Herz spielen.
Milan Mazanec, Trainer der Blue Devils Weiden

Nach dem Ausfall von Hendrikson, für ihn spielt Kapitän Daniel Willaschek an der Seite von Ralf Herbst, stehen nur noch fünf Verteidiger zur Verfügung. Zudem nimmt Mazanec im Angriff eine Änderung vor. Marcel Waldowsky stürmt zusammen mit Josef Straka und Martin Heinisch, dafür wechselt Patrik Rypar in den dritten Block zu Michael Kirchberger und Lukas Zellner.

Nägele spielt für Selb

Die Selber Wölfe sind mit Siegen in Memmingen (5:1) und gegen Sonthofen (3:2) optimal in die Saison gestartet. „Selb hat eine sehr, sehr starke Mannschaft. Wir müssen kämpfen, mit Herz spielen“, fordert Mazanec. Auch die Oberfranken haben Personalsorgen, Lukas Pozivil und Landon Gare sind nicht dabei. Doch die Wölfe bekommen Unterstützung von ihrem Kooperationspartner Lausitzer Füchse. Der DEL2-Club stellt erstmals den ehemaligen Weidener Marius Nägele ab. Der Verteidiger war vor dieser Saison nach Weißwasser gewechselt und ist mit einer Förderlizenz für die Selber ausgestattet. „Ich hatte zwei schöne Jahre in Weiden und freue mich auf dieses Spiel“, erklärte Nägele.

Mazanec warnt

Im Gegensatz zu Selb ist Neuling ECDC Memmingen noch ohne Erfolgserlebnis. Die Aufstiegseuphorie ist nach den Niederlagen gegen Selb und in Deggendorf (4:6) schon etwas verflogen. Doch Mazanec warnt davor, die Allgäuer zu unterschätzen. „Ich will das Wort Favorit nicht benutzen. In dieser Liga gibt es keine schwache Mannschaft. Jeder kann jeden schlagen.“

Aufgebot Blue Devils: Wiedemann, Lala – Schusser, Noe, Herbst, Willaschek, Schreyer – Pauker, Abercrombie, Stähle, Waldowsky, Straka, Heinisch, Zellner, Kirchberger, Rypar

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag vom 06.10.17