Am Wochenende gegen Deggendorf und in Selb – Heinisch und Willaschek dabei

Knallhartes Wochenende für die Blue Devils in der Oberliga Süd: Die zuletzt fünf Mal sieglosen Weidener treffen auf den Zweiten und Dritten. Positiv ist, dass die beiden am vergangenen Sonntag fehlenden Stammkräfte wieder dabei sind. 

Mit Kapitän Daniel Willaschek und Martin Heinisch gehen die Blue Devils in die beiden schweren Spiele am Wochenende. „Beide trainieren wieder und beide werden spielen. Wir sind damit wieder komplett“, sagte Coach Milan Mazanec vor dem Abschlusstraining am Donnerstagabend. Verteidiger Willaschek und Torjäger Heinisch waren vor einer Woche in Landshut verletzt ausgeschieden und mussten dann im Heimspiel gegen Peiting pausieren. Die Blue Devils (7./21 Punkte) empfangen am Freitag um 20 Uhr den Deggendorfer SC (2./35) und treten am Sonntag (18 Uhr) zum Derby bei den Selber Wölfen (3./33) an.

Mazanec weiß um die Schwere der beiden Aufgaben, will aber trotz der Negativserie und dem Abrutschen von Platz drei auf sieben nichts von einem besonderen Druck wissen: „Druck ist immer da. Außerdem spielen wir gegen gute Gegner auch gut.“ Der Tscheche verweist in diesem Zusammenhang auf die Leistungen und die Punktgewinne zuletzt beim EV Landshut (5:6 n.V.) und gegen den EC Peiting (3:4 n.P.). Auch Co-Trainer Florian Zellner gibt sich optimistisch: „Wir können jeden schlagen.“

Beste Offensive der Liga

Gegen den Deggendorfer SC hatten die Blue Devils bisher zwei Mal das Nachsehen – 2:7 zum Saisonauftakt in der Hans-Schröpf-Arena und 2:5 in Deggendorf. Die Niederbayern stellen mit 75 Toren in 15 Spielen die beste Offensive der Oberliga Süd. Kein Wunder, denn der Angriff ist mit klangvollen Namen gespickt: das nordamerikanische Duo Curtis Leinweber und Kyle Gibbons, der ehemalige Weidener Ales Jirik, Sergej und Alexander Janzen, Andrew Schembri oder Dimitrij Litesov bürgen für Qualität. Wenn die Truppe von Trainer John Sicinski, dessen Vertrag kürzlich bis 2020 verlängert wurde, ab und zu Schwächen zeigt, dann auswärts. Zu Hause noch ohne Punktverlust, ließ der DSC in der Fremde zehn Zähler liegen: Niederlagen in Selb (0:4), Lindau (2:5) und Peiting (2:6) sowie ein Penalty-Sieg in Memmingen (6:5).

Am Sonntag in Selb

Das wird körperlich ein hartes Spiel. Entscheidend wird sein, wer die Nerven behält. Wir dürfen uns nicht provozieren lassen und müssen Strafzeiten vermeiden.
Devils-Trainer Milan Mazanec mit Blick auf das Derby am Sonntag in Selb

Am Sonntag kommt es in Selb zum dritten Duell Wölfe kontra Devils in dieser Saison. Sensationell gewannen die Weidener die ersten beiden Derbys jeweils mit 4:3. Die Oberfranken, die zuletzt fünf Siege in Folge feierten, wollen natürlich Revanche. „Das wird körperlich ein hartes Spiel. Entscheidend wird sein, wer die Nerven behält. Wir dürfen uns nicht provozieren lassen und müssen Strafzeiten vermeiden“, sagt Devils-Coach Mazanec, der von jedem einzelnen seiner Akteure eine konzentrierte Leistung über 60 Minuten fordert.

Aufgebot Blue Devils: Wiedemann, Lala – Herbst, Noe, Willaschek, Hendrikson, Schusser, Heider, Schreyer – Pauker, Abercrombie, Stähle, Wal-dowsky, Straka, Heinisch, Siller, Pronath, Rypar, Kirchberger, Zellner

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag vom 24.11.17.