Dritter Heimsieg für die Blue Devils, doch am Ende musste kräftig gezittert werden. Die Entscheidung fiel 62 Sekunden vor Schluss durch ein „empty-net-goal“.

Nach dem Match zwischen den Blue Devils und dem EV Lindau waren sich beide Trainer in der Bewertung einig. „Es war ein ausgeglichenes Spiel mit Höhen und Tiefen. Eigentlich war nie klar, wer die bessere Mannschaft ist“, sagte Devils-Coach Milan Mazanec nach dem 4:2 (2:1, 1:1, 1:0)-Erfolg. Sein Kollege Dustin Whitecotton sprach von einem „gutem, engem Spiel“. Doppel-Torschütze Matt Abercrombie beendete 62 Sekunden vor dem Ende mit einem Schuss ins leere Lindauer Gehäuse das Zittern.

Die Blau-Weißen begannen sehr druckvoll und gingen in der 5. Minute durch Martin Heinisch in Führung. „Wir waren zu Beginn zu hektisch“, erklärte der Kanadier Whitecotton an seiner früheren Wirkungsstätte. Doch die Lindauer fingen sich und gestalteten spätestens nach dem Ausgleich durch Sascha Paul (9.) das Match ausgeglichen. Kurz nach Ablauf eines Überzahlspiels brachte Matt Abercrombie die Gastgeber wieder in Führung (18.).

Kurz nach Wiederbeginn war der Vorsprung zum zweiten Mal dahin, Simon Klingler traf zum 2:2 (22.). Das Spiel war völlig offen, mit Chancen auf beiden Seiten. „Insgesamt haben wir sehr gut zusammengespielt, in manchen Situationen aber nicht die beste Lösung gefunden“, sagte Mazanec. In der 32. Minute allerdings gab es für den Coach nichts zu klagen. Vitali Stähle schloss eine tolle Überzahl-Kombination zum 3:2 ab.

Im Schlussdrittel warf Lindau alles nach vorne und die Blue Devils hatten einige bange Momente zu überstehen. „Er hat sehr gut gehalten“, lobte Mazanec seinen Goalie Johannes Wiedemann, der den knappen Vorsprung festhielt. Knapp eineinhalb Minuten vor Schluss nahm Whitecotton seinen Keeper Henning Schroth vom Eis. Doch der Schuss ging nach hinten los: Der Kanadier Matt Abercrombie machte mit seinem „empty-net-goal“ alles klar.

Am Freitag gegen Regensburg

Mit dem Sieg gegen Lindau kletterten die Blue Devils wieder auf Platz drei. Es sei natürlich schöner, die Tabelle von oben zu sehen, als von unten, meinte Mazanec, der aber auch eins zu bedenken gab: „Wir dürfen nicht vergessen, dass wir gegen einige sehr gute Mannschaften noch gar nicht gespielt haben.“ Vor der Länderspiel-Pause sind die Weidener noch drei Mal gefordert: am Mittwoch (17.15 Uhr) beim EHC Waldkraiburg, am Freitag (20 Uhr) in der Hans-Schröpf-Arena gegen den EV Regensburg und am Sonntag (18 Uhr) beim EC Peiting.

Blue Devils Weiden: Wiedemann – Herbst, Noe, Willaschek, Hendrikson, Schusser, Heider, Schreyer – Pauker, Abercrombie, Stähle, Waldowsky, Straka, Heinisch, Siller, Kirchberger, Rypar, Zellner

EV Lindau: Schroth – Haug, Kirsch, Koberger, Wenter, Fuchs, Gejerhos, Quaile – Laux, Paul, Miller, Tischendorf, Brunnhuber, Cech, Jenka, Klingler, Farny, Smith, Mlynek, Lüsch

Tore: 1:0 (5.) Heinisch (Straka, Wal-dowsky), 1:1 (9.) Paul (Wenter, Miller), 2:1 (18.) Abercrombie (Herbst, Pauker), 2:2 (22.) Klingler (Cech), 3:2 (32.) Stähle (Abercrombie, Pauker), 4:2 (59.) Abercrombie (Stähle, Noe)

SR: Harrer – Zuschauer: 1322 – Strafminuten: Weiden 4, Lindau 6

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag vom 30.10.17.